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Keine Hinweise auf 5G-Sicherheitslücken: Emirate vertrauen Huawei

Huawei. (Foto: Shutterstock)

Die Experten des Unternehmens Du haben die 5G-Komponenten des chinesischen Herstellers Huawei in ihren Laboren überprüft und keine Sicherheitslücken gefunden.

Saleem Albalooshi ist Technikchef bei Du, der Telekommunikationsgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte Albalooshi nun, dass Partner für den Aufbau des 5G-Netzes in den VAE Huawei sein werde.

Keine Hinweise auf Sicherheitslücken

Es gäbe aus Sicht der Du keine Hinweise auf Sicherheitslücken in den 5G-Produkten des chinesischen Herstellers. Dies hätten Untersuchungen in den eigenen Laboren ergeben und auch bei Besuchen in den Huawei-Laboren hätten sich keine gegenteiligen Feststellungen treffen lassen.

Damit widerspricht Albalooshi wie bereits etliche Telekommunikationsexperten zuvor den Behauptungen der amerikanischen Regierung, wonach Huawei-Produkte ein Sicherheitsrisiko darstellen sollen. Natürlich weist Huawei selber die Vorwürfe ebenso konsequent von sich. Neben den VAE nutzen auch Saudi Arabien und Bahrain Huawei-Equipment.

USA spielen die Geheimdienst-Karte

Was Albalooshi indes Sorge mache, sei die Drohung der US-Regierung, mit Staaten, die Huawei-Komponenten verwenden, keine Geheimdienstinformationen mehr austauschen zu wollen. Letztlich sei es jedoch nicht Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen, diese Drohung zu bewerten und in konkretes Handeln umzusetzen. Hier sei die Regierung in der Pflicht. Selbstverständlich werde Du dann der Regierungslinie folgen.

t3n meint:

Wenn die USA ihre Drohung wahr machen, mit Staaten, die Huawei-Komponenten nutzen, keine Geheimdienstinformationen mehr zu tauschen, dürfte die Entschlossenheit der Staaten, die aktuell noch mit Huawei zusammenarbeiten wollen, bröckeln. Das ist natürlich alles andere als fair und widerspricht rechtsstaatlichen Prinzipien.

Dieter Petereit

Passend dazu: Huawei: US-Unternehmen warten auf 130 Handelserlaubnisse

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2 Kommentare
Markus
Markus

Der Tausch ist ja bilateral und wenn ROW nicht mehr mit den USA tauschen darf, sind in erster Linie doch die USA von Informationen abgeschnitten. Sie sind doch derzeit nur deswegen die Drehschnittstelle, weil alle mit denen tauschen. Das ändert sich dann ganz schnell .. die Frage wird sein, was zuerst passiert.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

„Was Albalooshi indes Sorge mache, sei die Drohung der US-Regierung, mit Staaten, die Huawei-Komponenten verwenden, keine Geheimdienstinformationen mehr austauschen zu wollen.“

Es sollten viel mehr Staaten auf Huawei setzen.

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