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Dieser KI-Forscher weiß, dass smarte Roboter uns bald nachahmen werden

Jürgen Schmidhuber: „Jeder Beruf, den ihr ergreift, wird sich gewaltig ändern“ (Foto: dpa)

Jürgen Schmidhuber gilt als führender Kopf in der KI-Forschung. Im „On the Way to New Work“-Podcast erklärt er, dass Roboter bestimmte Arbeiten künftig durch Nachahmung erlernen werden.

Manche Menschen leben vor ihrer Zeit, manche werden zu spät geboren und andere erblicken genau im richtigen Moment das Licht der Welt. Zu letzteren Personen dürfte Jürgen Schmidhuber zählen. Der Wissenschaftler und Unternehmer ist verantwortlich für einige der bedeutendsten Fortschritte in der Forschung rund um künstliche Intelligenzen (KI) und gilt als einer der führenden Köpfe weltweit in dem Wissenschaftszweig. Sein Talent kam schon früh zum Vorschein. Bereits als 15-jähriger Teenager erkannte er, dass er niemals fähig sein wird, alles zu wissen – aber dass Maschinen diese Aufgabe für ihn übernehmen könnten. Er war begeistert von der Idee, eine Intelligenz zu erschaffen, die viel klüger wäre als er selbst.

KI auf dem Arbeitsmarkt: „Jeder Beruf, den ihr ergreift, wird sich gewaltig ändern“

On the Way to New Work: Der Podcast über neue Arbeit. (Screenshot: t3n.de)

Als Heranwachsender entschied er sich, seine ursprüngliche Idee, Physik zu studieren, einer verblüffenden Vision unterzuordnen: „Baue einen Physiker, der viel besser ist als du selber!“ An der Technischen Universität München begann er das Studium der Mathematik und der Informatik und beschäftigte sich bereits 1987 in seiner Diplomarbeit mit allgemeiner künstlicher Intelligenz und rekursiver Selbstverbesserung. Den ersten gesetzten theoretischen Grundsteinen folgten handfeste praktische Entwicklungen. In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Teams kreierte er sogenannte tiefe neuronale Netze, die heute in jedem Smartphone zu finden sind. Für seine Arbeit gewann er weltweit Preise und Anerkennung.

„Wir werden Roboter erziehen können wie Kinder!“ – KI-Forscher Jürgen Schmidhuber.

Im aktuellen „On the Way to New Work“-Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen sprach die KI-Koryphäe jetzt über seinen Werdegang und vor allem darüber, was künstliche Intelligenz für die Arbeit von morgen wirklich bedeuten könnte. Die Umwälzungen, die stattfinden, könnten größer kaum sein, so der Wissenschaftler. „Lernt zu lernen. Jeder Beruf, den ihr ergreift, wird sich gewaltig ändern“, postuliert Schmidhuber im Gespräch und verweist auf Technologien, die uns auch heute noch immer als Science Fiction vorkommen dürften. Eine davon: „Show and Tell Robotics“ lautet die Bezeichnung für eine KI-Disziplin, die die Arbeitswelt kräftig aufmischen wird. Roboter ahmen selbstständig nach, was Menschen ihnen zeigen.

Derartige Roboter könnten Fertigungsarbeiten übernehmen. Beispielhaft nennt der Wissenschaftler das Zusammensetzen eines Smartphones oder das Nähen eines T-Shirts – also Aufgaben, die Fingerfertigkeit benötigen und heute von Menschen in Billiglohnländern ausgeführt werden. „Wir werden Roboter erziehen können wie Kinder“, erklärt Schmidhuber. Die Möglichkeiten dürfte die Menschheit bereits „in nicht so vielen Jahren“ ausschöpfen können. Spannend auch: Schmidhuber weiß, dass die gegenwärtigen KI-Profite vor allem von Amazon, Alibaba, Facebook, Tencent und Google eingefahren werden. Jedoch sei kein Teil der Welt besser aufgestellt als Nordeuropa, wenn es darum ginge, die Robotik, die KI und den Maschinenbau zu vereinen.

Übrigens, weitere Folgen des Erfolgs-Podcast „On the Way to New Work“ findet ihr hier und wenn ihr mehr über die Macher herausfinden wollt, empfehlen wir euch einen Blick in unser Interview: Zwei Podcaster wollen herausfinden, wie wir in 20 Jahren arbeiten!

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