Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News
Verpasse keine News mehr!

KI-Blase: Dieses Startup hat das größte Potenzial zu scheitern

Perplexity will die Onlinesuche mithilfe von KI revolutionieren – und wird für diese Idee mit bis zu 50 Milliarden Dollar bewertet. Dennoch glauben die Gäste einer KI-Konferenz, dass das Startup floppen wird.

Von Noëlle Bölling
3 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige
Ist die KI-Blase kurz davor zu zerplatzen? (Foto: Shutterstock / Tada Images)

Am Mittwoch fand in San Francisco die Cerebral Valley AI Conference statt. Auf der Bühne standen unter anderem Mike Krieger, CPO von Anthropic, und Jimmy Ba, Mitgründer von xAI. Moderiert wurde das Event vom amerikanischen Journalisten Eric Newcomer. Da er in seinem Newsletter regelmäßig über die Startup- und Risikokapitalbranche berichtet, verfolgt er die Höhen und Tiefen des aktuellen KI-Hypes ganz genau. Wie Business Insider berichtet, zwang er die Teilnehmer:innen zu einem seltenen Blick nach innen – und deckte dadurch spannende Tendenzen auf.

Anzeige
Anzeige

Welches Startup wird den KI-Crash nicht überleben?

Seit OpenAI im November 2022 ChatGPT auf den Markt brachte, hat die KI-Branche einen rasanten Aufstieg erlebt. Innerhalb kürzester Zeit schossen Startups wie Pilze aus dem Boden, die jedes Jahr mit mehreren Milliarden Dollar finanziert werden. In letzter Zeit beginnt der Glanz des Neuen allerdings zu bröckeln. Gründe dafür gibt es mehrere: Einerseits fällt es Unternehmen bislang schwer, KI-Tools so einzusetzen, dass sie einen praktischen Mehrwert erzielen. Das liegt auch daran, dass die Technologie Studien zufolge bisher nur etwa drei Prozent der täglich anfallenden Aufgaben übernehmen kann. Andererseits machen aktuell vor allem die Schattenseiten der KI-Nutzung Schlagzeilen: So wurde OpenAI in den USA inzwischen von acht Familien verklagt, die ChatGPT für den Suizid ihrer Angehörigen mitverantwortlich machen. Auch Gartners Hype Cycle zeigt, dass generative KI den Gipfel der überhöhten Erwartungen bereits überschritten hat – und jetzt auf das Tal der Enttäuschungen zusteuert.

Selbst die Unternehmen äußern sich zunehmend besorgt. Vor allem die Aussagen von Chen Deli haben zuletzt für viel Aufsehen gesorgt. Er ist leitender Forscher bei Deepseek, einem chinesischen KI-Startup, das von der Regierung in Peking gerne als Positivbeispiel genutzt wird, um die technologische Stärke des Landes zu verdeutlichen. Er warnte öffentlich vor den negativen Folgen von KI und forderte Unternehmen dazu auf, die Menschen zu schützen. Wenn es allerdings darum geht, konkrete Namen zu nennen, hält sich die Branche bisher zurück. Umso spannender war eine Frage, die der Journalist Newcomer den Gästen der Cerebral Valley AI Conference stellte: Er wollte von insgesamt 300 Teilnehmer:innen wissen, bei welchem KI-Startup sie darauf wetten würden, dass es floppt. Auf Platz eins landete die KI-Suchmaschine Perplexity.

Anzeige
Anzeige

Aktuell scheitern KI-Unternehmen noch an der Realität

Die Umfrage von Newcomer war weder wissenschaftlich noch sind die Ergebnisse repräsentativ. Trotzdem gibt sie angesichts des allmählich nachlassenden Hypes einen interessanten Einblick in das, was im Silicon Valley hinter vorgehaltener Hand wirklich gedacht wird. Dass ausgerechnet Perplexity das Negativ-Ranking anführt, ist für Expert:innen nicht überraschend. Die KI-Suchmaschine, die dem Marktführer Google Konkurrenz machen will, ist zum Aushängeschild dessen geworden, was manche inzwischen als KI-Blase bezeichnen. Das Startup führt regelmäßig neue Finanzierungsrunden – die Bewertungen belaufen sich auf bis zu 50 Milliarden Dollar.

OpenAI landete in der Umfrage auf Platz zwei. Das Unternehmen hat mit Produkten wie ChatGPT und Sora die KI-Entwicklung maßgeblich vorangetrieben, ist aber immer noch weit von der Profitabilität entfernt. Ein Quartalsbericht des Investors Microsoft hat kürzlich offenbart, dass OpenAI trotz 800 Millionen monatlich aktiver Nutzer:innen noch immer Verluste in Milliardenhöhe macht. Ob sich die Rekordinvestitionen, die aktuell in die Branche fließen, tatsächlich bezahlt machen werden, bleibt also abzuwarten. „Ich denke, jeder Technologiezyklus ist per Definition eine Blase”, kommentierte Ilya Fushman, Partner bei der Venture-Capital-Gesellschaft Kleiner Perkins. „Die eigentliche Frage ist: Welche Unternehmen werden Bestand haben und wie groß werden sie sein?”

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren