Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Sponsored Post Was ist das?

Ciao Routinearbeit! So bekommen Marketer den Kopf frei fürs Wesentliche

(Foto: Rawpixel.com - stock.adobe.com)

Anzeige
Routineaufgaben sind typische Bremsklötze im Arbeitsalltag jedes Marketers und vernichten Unmengen an Potenzial. Lies hier, wie künstliche Intelligenz für mehr Freiraum zum Denken sorgt.

Es ist der uralte Traum eines jeden Marketers: Die richtige Botschaft soll zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Tonfall beim richtigen Empfänger ankommen – unter Berücksichtigung seiner Persönlichkeit und mit Argumenten, die ihn überzeugen. Gute Verkäufer üben diese Kunst seit Jahrhunderten in ihren Geschäften aus. Und tatsächlich steht auch der Marketer heute unmittelbar vor der Erfüllung dieses Traums.

So wie Renato di Rubbo. Er ist Chief Marketing Officer der Franke Group, die Wassersysteme für Hotelbäder, professionelle Kaffeemaschinen, Küchenausstattung und Food Services anbietet. Das B2B-Unternehmen hat keine große öffentliche Sichtbarkeit, das Marketing ist speziell auf Geschäftskunden ausgerichtet.

Muster erkennen, einordnen und nutzen

Hier steht di Rubbo vor einem klassischen Problem: Im Vergleich zu einer Firma, die eine große Anzahl an Endkunden erreicht, landet auf der Franke-Website deutlich weniger Traffic. Die Besucher sind meist Unternehmenseinkäufer, die nicht auf der Suche nach Einzelgeräten, sondern nach ganzen Systemlandschaften sind.

Wie also personalisiert man eine Website, die nicht sehr viel Traffic hat? Viele Optimierungsansätze suchen zum Beispiel nach den „üblichen“ Klickpfaden der Nutzer – und das funktioniert zuverlässig nur über eine große Zahl Sessions. Ohne diese Datenmenge waren Marketer bislang oft auf ihr Bauchgefühl angewiesen. Mittlerweile kann eine künstliche Intelligenz im Hintergrund helfen und relevante Muster erkennen. Unter der Annahme, dass die Einkäufer von Marriott oder Steigenberger grundsätzlich ähnlich vorgehen, lässt sich aus dem Verhalten des einen das mögliche Verhalten des anderen ableiten.

Freilich ist das nur eine Hypothese. Aber die selbstlernende Maschine prüft im Hintergrund auch, ob die Optimierungsmaßnahme geholfen hat – sie verifiziert oder widerlegt die Hypothese. Im Fall der Franke Group tut sie das sogar international und kann so Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Kunden in verschiedenen Ländern herausarbeiten. Eine wertvolle Information für jede weitere Marketing-Maßnahme.

Mit KI bleibt mehr Zeit fürs Wesentliche

Künstliche Intelligenz hat in der öffentlichen Wahrnehmung längst nicht nur ein positives Image. Dem möglichen Effizienzgewinn steht ein potentieller Verlust von Arbeitsplätzen gegenüber. Aktuelle Systeme sind in der Lage, gleichförmige und einfache Aufgaben sehr effizient abzuarbeiten. „Kein Shop-Betreiber stellt gerne 700 Paar Schuhe frei“, erläutert Julian A. Kramer, der für Adobe gemeinsam mit Kunden viele Szenarien für den sinnvollen Einsatz von KI erarbeitet. Für Onlinehändler spielt zum Beispiel die Bilderkennung eine große Rolle. Die von Herstellern angelieferten Bilder sind oft nur unzureichend beschriftet. Die automatische Bilderkennung kann einen Teil dieses Prozesses übernehmen. So verändert sich die Arbeit des Marketers: Er kann sich von Routineaufgaben lösen und auf Dinge konzentrieren, die im Vergleich zum Wettbewerb den Unterschied machen.

Künstliche Intelligenz: Die diskrete Kraft im Hintergrund

Carnival Cruises ist einer von zahlreichen Anbietern für Kreuzfahrten. Da sich ein Teil des Portfolios unter den Wettbewerbern ähnelt, genießt derjenige einen Vorsprung, der die Bedürfnisse des Kunden besser versteht. Das gilt auf der Reise, aber auch in der Phase der Planung und Buchung.

Veronica Jubera ist Strategie-Direktorin bei Carnival Cruises und ihre Hauptaufgabe ist, die User Experience zu verbessern. „Wir stellen Hypothesen darüber auf, welche Informationen unsere Gäste wann benötigen und schätzen“, sagt Jubera und verlässt sich dabei natürlich auch auf ihr Bauchgefühl. Ob diese Hypothesen zutreffen, ermittelt dann die KI. „Im Idealfall können wir die Gäste über die Website begeistern und sie auf vielfältige Angebote rund um die Kreuzfahrt aufmerksam machen. Und der Buchungsprozess funktioniert so einfach und reibungslos, dass sie ihn fast gar nicht bemerken.“

Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug. Sie ist nur so gut wie die Aufgaben, die man ihr stellt. Und die Ergebnisse müssen interpretiert, verfeinert und umgesetzt werden. Das sind auch in Zukunft die Aufgaben des Marketers. So kann eine KI etwa darüber wachen, dass eine Firma international die gleiche „Sprache“ spricht. Die Entwicklung dieses „Tone of Voice“ dient dazu, die Markenidentität zu schärfen und dem Kunden eine emotionale Heimat zu geben. Die Steuerung der Kommunikation auf dieser Ebene wäre eine Herkulesaufgabe. Das Marketing bestimmt, wo es lang geht, bei der Überwachung hilft die Software – etwa wie eine Rechtschreibprüfung, nur viel intelligenter. Und Marketer sind ihrem Traum wieder einen Schritt näher.

Lerne mehr über einzigartige Kundenerlebnisse von Top-Unternehmen wie UBS, Virgin Atlantic, Pandora, T-Mobile oder Mastercard.

Alle Bestcases entdecken

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n-Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Abbrechen