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KI kann Menschen durch Wände hindurch „sehen“

KI erkennt Bewegungen auch durch Wände hindurch. (Foto: Jason Dorfman/MIT CSAIL)

Forscher am MIT haben ein KI-System entwickelt, das durch Wände hindurch Bewegungen von Menschen erkennen kann. Das RF-Pose genannte System analysiert dazu Radiosignale.

Am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory des MIT haben Forscher ein System namens RF-Pose entwickelt, das die Bewegungen menschlicher Körper sogar durch Wände hindurch erkennen kann. RF-Pose hat keine hellseherischen Fähigkeiten, vielmehr analysiert es die Störungen der Radiosignale, die unsere Körper verursachen, wie Techcrunch berichtet.

KI „sieht“ Personen gehen und sitzen – sogar hinter Wänden

Ein künstliches neuronales Netzwerk verzeichnet Radiosignale, die vom menschlichen Körper abprallen und kreiert dann eine Art Strichmännchen. Das KI-System kann auf diese Weise „sehen“ und sichtbar machen, wenn eine Person geht, sitzt oder sich bewegt. Die Forscher wollen RF-Pose verwenden um an Parkinson oder Multipler Sklerose erkrankte Menschen zu beobachten. Dadurch wollen sie ein besseres Verständnis darüber erlangen, wie die Krankheiten voranschreiten.

Ärzte sollen zudem anhand der Daten die Medikation von kranken Personen schneller anpassen können. Außerdem könnte das System auch eingesetzt werden, um zu erkennen, ob ältere Menschen wohlauf oder gestürzt sind. Dadurch könnte ihnen ein längeres unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden.

Das Team will das System vor allem im Gesundheitsbereich einsetzen und dabei auch auf die Privatsphäre großen Wert legen. Den Forschern zufolge werden alle Daten anonymisiert und verschlüsselt versendet. Künftig soll das System die Überwachung erst dann starten, wenn Personen – etwa durch eine Folge bestimmter Bewegungen – ihre Zustimmung dazu geben.

„Röntgenblick“ hat sich die KI selbst beigebracht

Die Forscher haben das System trainiert, indem sie ihm ein Video mit einer gehenden Person neben bei Bewegungen entstehenden Interferenzen der Radiosignale zeigten. Anschließend legten sie Strichmännchen über die Bewegungen und trainierten die KI so, dass sie das automatisch machte. Dass die KI quasi durch Wände hindurch sehen kann, war übrigens nicht geplant. Das habe sich das System selbst beigebracht, so die Forscher.

Ebenfalls interessant: Google-Forscher – KI geht in Phase 2

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4 Reaktionen
Stefan Hinz

Schlussmeldung: Dass die KI beliebige Atomarsenale übernehmen kann, war übrigens nicht geplant. Das habe sich das System selbst beigebracht, so die mittlerweile verstorbenen Forscher.

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Alfred

Denke auch, dass diese Technoligie auch beim Militär eingesetzt wird. Selbst verständlich müssen solche Technologien immer schöngeredet werden. Müssen wir uns von der Zukunft bald fürchten?

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Max Müller

ja, da die Beobachtung älterer Menschen aus gesundheitlichen Gründen bietet sich hier an, da die sich gerne hinter Wänden verstecken.
Der militärische Nutzung ist im Vergleich dazu eher unwahrscheinlich. Deshalb wird die hier sicher auch nicht erwähnt;)

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Tommi

Cheater! Ich hoffe Ihr werdet gebannt.

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