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KI schlägt uns zwar in Go – aber in Starcraft haben wir Menschen noch die Oberhand

(Screenshot: Blizzard)

In Spielen wie Schach oder Go sind uns ausgefeilte KI-Systeme bereits überlegen. Im beliebten Computerspiel Starcraft sind wir Menschen aber weiterhin besser – doch wie lange noch?

Mensch gegen Maschine: 4 zu 0 für Starcraft-Profi

Von Schach über Jeopardy und klassischen Atari-Games: Es gibt immer weniger Spiele, in denen eine künstliche Intelligenz (KI) uns nicht schlagen könnte. Doch obwohl KI-Experten schon seit Jahren daran arbeiten, gibt es nach wie vor eine Ausnahme: das Kult-Computerspiel Starcraft. Der koreanische Starcraft-Profi Song Byung-gu konnte in einem aktuellen Turnier einen von Facebook entwickelten Bot und drei weitere KI-Systeme von Forscherteams aus Australien, Norwegen und Südkorea besiegen.

In Starcraft sind menschliche Spieler noch immer führend. (Screenshot: Blizzard)

Das ist nicht zuletzt deshalb bemerkenswert, weil bei Starcraft auch die Geschwindigkeit der Spieler wichtig ist. Hier haben Bots natürlich einen echten Vorteil. Wie die MIT Technology Review berichtet, soll der norwegische Bot beispielsweise bis zu 19.000 Aktionen pro Minute ausgeführt haben. Nur: Zum Schlagen des menschlichen Gegners reicht das nicht aus. Insgesamt brauchte Song Byung-gu nur 27 Minuten um alle Bots zu besiegen. Das längste Match dauerte etwas mehr als zehn Minuten, während das kürzeste nach nur viereinhalb Minuten entschieden war.

Starcraft: Warum sich KI-Experten mit dem Spiel beschäftigen

Bei Starcraft müssen Spieler ihr Erinnerungsvermögen nutzen, eine Strategie erstellen und Vorausplanen können. Da all das innerhalb einer simulierten Umgebung geschieht, gilt das Spiel unter Wissenschaftlern als effizientes Werkzeug um ihre KI-Systeme zu trainieren. In Korea finden daher schon seit 2010 regelmäßige Starcraft-Turniere für Bots statt. Dabei spielen die Bots allerdings gegeneinander und nicht gegen menschliche Gegner. Letztlich bleibt es aber wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch Starcraft von KI-Entwicklern als gelöstes Problem betrachtet wird.

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