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KI-Startup Wave kauft Silicon-Valley-Veteran MIPS

MIPS-Technologie soll auch in autonom fahrenden Autos zum Einsatz kommen. (Bild: MIPS.com)

Das auf pfeilschnelle KI-Chips spezialisierte Startup Wave Computing hat laut einem Medienbericht MIPS Technologies gekauft. Der ARM-Rivale könnte Wave wichtige Patente einbringen.

1984 unter anderem vom Turing-Award-Gewinner John Hennessy gegründet ist der Chip-Spezialist MIPS Technologies ein echter Silicon-Valley-Veteran. Jetzt ist der ARM-Rivale an das 2010 gegründete KI-Startup Wave Computing verkauft worden, wie Cnet berichtet. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht. Auch über den Kaufpreis ist noch nichts bekannt.

MIPS gehörte seit Herbst der Investmentfirma Tallwood Venture Capital, die zu diesem Zeitpunkt 65 Millionen US-Dollar für das Chip-Unternehmen gezahlt hatte. Davor war MIPS ein Teil von Silicon Graphics und später von Imagination Technologies. Mitgründer Hennessey, einer der Erfinder der Chip-Technologie RISC, wurde derweil übrigens Präsident der renommierten Stanford-University und ist jetzt Google-Chairman.

Wave interessiert an Patenten und Designs von MIPS

Aber zurück zum Wave-Deal: MIPS dürfte dem Startup vor allem wegen seiner Patente viel wert sein. MIPS lizenziert seine Chip-Designs an andere Gerätehersteller. Wave selbst hatte im März angekündigt, künftig auf MIPS-Architektur zu setzen. Zwar kommt das Unternehmen im Smartphone-Markt nicht gegen den Rivalen ARM an, die MIPS-Architektur ist aber im Automotive-Bereich sowie in einfacheren Geräten wie Routern verbreitet. Analysten zufolge könnte die MIPS-Technologie Wave voranbringen, wenn das Startup sie mit seiner eigenen Technologie verbessere.

Machine-Learning-Lösung für Datenzentren von Wave Computing. (Foto: Wave)

Wave hat sich auf schnelle KI-Chips für Deep-Learning und neuronale Netzwerke spezialisiert. In dem Bereich ist eigentlich Nvidia führend. Die von Wave entwickelten Dataflow-Processing-Units (DPU) sollen in einem Test mit Word-2-Vec deutlich schneller gerechnet haben als das aus zwei Intel-Xeon- und vier Nvidia-Tesla-V100-Prozessoren bestehende Nvidia-System, wie Golem.de berichtet.

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