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80 tote Tiere pro Jahr: Kalifornien will mit KI-Support Wale retten

Schiffskollisionen gehören zu den größten Gefahren für Wale, insbesondere in den von den Meeressäugern dicht besiedelten und zugleich stark befahrenen Routen vor der nordamerikanischen Westküste. Ein KI-System soll jetzt helfen, die Wale zu schützen.

2 Min.
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Boje mit KI-Unterstützung hilft, Wale zu retten. (Foto: Benioff Ocean Science Laboratory)

Kollisionen mit Frachtschiffen sind für Wale und Delfine oft tödlich. Seit Jahren arbeiten Forscher:innen daher an Wegen, um die Meeressäuger angesichts des weiter stark ansteigenden Schiffsverkehrs und der damit zunehmenden Gefahren besser zu schützen.

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Wal-Hotspots identifizieren und Schiffsrouten ändern

Im Grunde geht es dabei darum, Gebiete zu identifizieren, in denen sich etwa Wale zu bestimmten Zeiten besonders häufig aufhalten – und Schiffe rechtzeitig auf die dort drohenden Kollisionen hinzuweisen.

Stark gefährdet sind etwa Pottwale im Mittelmeer sowie Blauwale vor der Südküste Sri Lankas und der Westküste Nordamerikas. Zuletzt hatte der Verband Deutscher Reeder daher empfohlen, Schiffsrouten zu verlegen, um das Risiko von Kollisionen mit Walen zu verringern.

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Allein vor der fischreichen Bay Area San Franciscos sind in diesem Jahr mindestens vier Wale bei einer Kollision mit einem Frachtschiff verendet, darunter der Buckelwal Fran, einer der meistfotografierten Wale Kaliforniens. Forscher:innen schätzen, dass an der Westküste der USA jährlich rund 80 Wale bei Schiffsunfällen sterben.

Allerdings sind Umwege für Schiffseigner und Reedereien teuer. Smarte Systeme könnten Lebensräume von Walen engmaschiger tracken und die Routenänderungen dynamischer gestalten. Das, so Befürworter:innen, käme sowohl den Tieren als auch den Schiffsbetreibern zugute.

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Mit KI-Support: Whale Safe erkennt Wale an Lauten

Ein solches System mit KI-Support bringen jetzt die Organisationen Marine Mammal Center und Benioff Ocean Science Laboratory vor der kalifornischen Küste in der Nähe von San Francisco an den Start. Finanziert wird das Ganze von einer Stiftung des Salesforce-Mitgründers Marc Benioff und seiner Frau Lynn.

Das KI-basierte Tracking- und Analysesystem Whale Safe schwimmt als Boje im Meer vor der Küste. Über Unterwassermikrofone werden Wallaute aufgenommen und von an Bord befindlichen Algorithmen überprüft, um herauszufinden, um welche spezielle Populationen es sich handelt.

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Trainiert wurde die KI von Ana Sirovic, einer Professorin an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim, wie The Register schreibt. In Kalifornien wird speziell nach Blau-, Finn- und Buckelwalen gesucht, die über spezifische Dialekte miteinander kommunizieren.

Stadt der Zukunft Quelle:

Die Ergebnisse werden zusätzlich von Forscher:innen überprüft. Spezielle Maschinenlernmodelle analysieren zudem die Wasserverhältnisse und Hinweise auf Walsichtungen. Hat die KI eine bestimmte Region als Wal-Hotspot erkannt, werden Schiffe, die in diesem Bereich unterwegs sind, angewiesen, die Geschwindigkeit zu drosseln.

Wale in bis zu 25 Kilometern Entfernung entdeckt

Mit der auf der Boje installierten Technik können Laute von Blau- und Finnwalen in bis zu 25 Kilometern Entfernung wahrgenommen werden. Weil Buckelwale leiser sind, sind es bei ihnen nur fünf Kilometer.

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Eine Whale-Safe-Boje kostet 250.000 US-Dollar in der Herstellung und weitere 200.000 Dollar im Betrieb. Die Organisationen, die die Bojen betreiben, hoffen darauf, dass ihre Technologie künftig weltweit zum Einsatz kommt. Eine erste Boje war schon vor zwei Jahren in der Nähe des Hafens von Los Angeles installiert worden.

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