Startups

Kickstarter verschärft Funding-Regeln: „Wir sind kein Online-Shop“

Kickstarter reagiert auf lauter werdende Kritik wegen fehlender Sicherheiten für Unterstützter eines Projekts. Ab sofort gelten neue Regelungen, die Nutzer der Plattform besser vor Täuschungen schützen sollen.

Neben Lob für die Crowdfunding-Plattform Kickstarter wurde in den vergangenen Wochen und Monaten auch Kritik laut. Was passiert mit all dem Geld, wenn das finanzierte Produkt nie die Marktreife erreicht? Wie können Unterstützer sicher gehen, dass es für die Entwicklung verwendet wird? Können Sie den Projektersteller bei Täuschung zur Rechenschaft ziehen? Mit einem Blogbeitrag und neuen Funding-Regeln reagierte das Kickstarter-Team jetzt auf die Sorgen der Community.

Kickstarter verbietet Illustrationen der geplanten Produkte

Kickstarter ist kein Online-Shop, heißt es im Titel des Beitrags. Dieser Eindruck entstand in der Vergangenheit, weil Projektersteller die Höhe der finanziellen Unterstützung an eine feste Anzahl von dadurch erstandenen Produkten koppelten. Für Projekte die sich mit Hardware oder Produkt Design beschäftigen, ist diese Vorgehensweise ab sofort verboten.

Illustrationen des finalen Produkts, wie hier im Fall der LIFX, sind jetzt nicht mehr erlaubt.

Die gleichen Projekte dürfen darüber hinaus nicht mehr mit Illustrationen und Simulationen des finalen Produkts werben. Bilder und Videos sollen nur noch Prototypen und Funktionen zeigen, die bereits entwickelt wurden. Das aufwändig gestaltete Projekt der LIFX wäre demnach verboten. Die Multicolour-LED-Kampe stand aufgrund vermeintlich unrealistischer Planungen bereits in der Kritik.

Projektbeschreibung soll über Risiken aufklären

Eine der entscheidenden Änderungen ist neben den Regelungen für Projekte im Bereich Hardware und Produkt Design, eine neu eingeführte Sektion der Projektbeschreibung. Sie lautet „Risks and Challenges“ und soll interessierte Nutzer über mögliche Risiken und Probleme informieren, die im weiteren Verlauf der Entwicklung auftreten könnten. Projektersteller sind nun also gezwungen, über die Präsentation des finalen Produkts hinaus, auch etwaige Hindernisse deutlich zu machen.

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