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Kill Analytics: Diese Chrome-Erweiterung ist der Horror eines jeden Online-Marketers

Eine Chrome-Erweiterung könnte der Albtraum der gesamten Online-Marketing-Branche werden: Sie soll sämtliche Analytics-Dienste mit falschen Daten versorgen und sie damit unbrauchbar machen.

Online-Marketing: Was steckt hinter Kill Analytics?

Sei es zur Verbesserung der eigenen Website oder für die Schaltung zielgerichteter Anzeigen: Die gesamte Online-Marketing-Branche benötigt Daten der Internet-Nutzer, um Erfolge und Misserfolge ihrer Arbeit zu erfassen. Was aber, wenn diese Daten manipuliert werden, und sich daraus keinerlei sinnvolle Informationen mehr ableiten lassen? Genau das soll die Chrome-Erweiterung Kill Analytics erreichen.

Laut den Machern soll die Erweiterung im Grunde alle großen Analytics-Plattformen wie Google Analytics, Adobe Analytics Suite oder Piwik sowie mehrere Data-Management-Plattormen (DMP) und kleinere Lösungen wie die von Square, Wix oder Wordpress außer Gefecht setzen. Tatsächlich behauptet das Team hinter Kill Analytics sogar, dass nach ihren Tests schon zehn Prozent falsche Nutzerdaten ausreichen würden, um den jeweiligen Datenbestand komplett unbrauchbar zu machen.

Chrome-Erweiterung: Kill Analytics soll die Privatsphäre von Nutzern schützen, indem sie Analytics-Plattformen mit gefälschten Daten unbrauchbar macht. (Screenshot: hello-kill.github.io)
Chrome-Erweiterung: Kill Analytics soll die Privatsphäre von Nutzern schützen, indem sie Analytics-Plattformen mit gefälschten Daten unbrauchbar macht. (Screenshot: hello-kill.github.io)

Kill Analytics: Echte Gefahr für Online-Marketer oder Vaporware?

Grund zur Panik gibt es derzeit nicht: Kill Analytics wird zwar auf einer recht professionell aussehenden Website angekündigt, die Chrome-Erweiterung soll jedoch erst am 1. November 2016 veröffentlicht werden. Wir haben die Macher per E-Mail nach einer Vorabversion gefragt, bislang aber keine Antwort erhalten. Sollte das Tool jedoch wie angekündigt wirklich am 1. November erscheinen, werden wir die Chrome-Erweiterung natürlich für euch testen, um herauszufinden, was an den Behauptungen der Macher dran ist.

Kill Analytics soll nach Angaben auf der offiziellen Website ein Umdenken bei der gesamten Werbebranche herbeiführen. Die soll ihre Datensammelwut einstellen. Dann könnten sich die Macher auch vorstellen, ihre Chrome-Erweiterung wieder einzustampfen. Daher sehen sie Kill Analytics trotz des eher martialischen Namens eher als ein Werkzeug, um eine Diskussion über Nutzerrechte und Datenschutz im Netz anzustoßen.

Ebenfalls interessant: 15 Tipps für das perfekte Google-Analytics-Setup.

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10 Reaktionen
CeeM

Vermutlich ein Hoax. Oder hat sich einmal jemand gefragt warum die auf ihrer Seite selbst Google-Analytics verwenden? Mal abgesehen, dass das Release-Datum bereits rum ist und es keinerlei Kommunikation von denen gibt?

Ich bin gespannt, aber Hoffnung habe ich wenig.

Leander

Datenverfälschung - wäre das nicht sogar strafrechtlich relevant?

Retozero

Interessanter finde ich, was für Fake Infos präsentiert werden könnten. Hiermit könnte man eine gesamte Gesellschaft kreieren die es nicht gibt. Nur so zurecht gesponnen, fake likes für die AFD oder NPD. Wenn diese Daten der Bundesrepublik Deutschland analysiert werden würden, würden wir in der Welt ziemlich blöd dastehen. Es könnte zur totalen Realitätsverzerrung kommen. Finde ich irgendwie gefährlich.

Dominik

Vielleicht erwartet die "datensammelwütige" Werbebranche dann eine Payment Version für zertifizierte Analytics User, ähnlich wie bei den ganzen Adblockern. Wenn diese Erweiterung zu sehr missbraucht wird & überhaupt Ihren Zweck erfüllt, wird Google schon Schritte in die Wege einleiten um dieses "Werkzeug" schnell unbrauchbar zu machen.
Da bin ich mir sicher.

Danny

Adblocker und & Co = Gar keine Daten, außer den Monster Cookie und Hardwarekennungen den er über Google.de bekommen hat

Kill Analytics = Gefälschte Daten, außer den Monster Cookie und Hardwarekennungen den er über Google.de bekommen hat

Google = Ist mir scheiß egal, ich weiß sogar dank deinem Profil und unseren Prognosen wann du sterben wirst.

Philipp Wittreck

Und dann die eigene Seite mit Google Analytics tracken?
Passt irgendwie nicht.

David Sommer

Ist mir auch als 1. aufgefallen :-)

Mastacheata

"Die eigene Seite" ist ein bisschen übertrieben. Das Tracking von auf GitHub-Pages gehosteten Webseiten ist einzig Sache von GitHub.

sN4Ke

Ich find ja kill.github.io noch besser. Wie schön es zusammen passt. Als hätten sie es geplant ;)

Und zum Thema is doch eh Wurst werden eh alle durchleuchtet. Schöne ist es nicht aber solange da keiner von oben eingreift bleibt es ein Räubern und Channdarm spielen. Einer macht es unbrauchbar der andere bastelt was neues.

Hat sich mal einer angeschaut das die nun schon im onepage Layout mit mvc Konzept samt Vererbung arbeiten alles abstrakte kapsellungen. CSS hält/setzt die Variablen, HTML bilde die Klassen, JS übernimmt den Rest. Mal bei onsequel.com schau habs selber bald nicht geglaubt als ich es gesehn habe.

spaceONdesk

Na, dann bin ich ja mal gespannt - ob Substanz dahintersteckt oder es bei einer Ankündigung bleibt.

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