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Kinox.to: Mutmaßlicher Betreiber im Kosovo gefasst

(Foto: dpa)

Einer der mutmaßlichen Hauptbetreiber des illegalen Streamingportals Kinox.to ist im Kosovo festgenommen worden. Drei Jahre war Kreshnik S. auf der Flucht – sein Bruder Kastriot ist es weiterhin.

Kinox.to: Kreshnik S. in Pristina festgenommen

Sie sollen die Hauptbetreiber des illegalen Streamingportals Kinox.to sein: die Brüder Kreshnik und Kastriot S. Einer der beiden, Kreshnik, ist Mitte Juli vor der deutschen Botschaft in der kosovarischen Hauptstadt Pristina festgenommen worden, wie Oberstaatsanwalt Oliver Möller jetzt dem Handelsblatt sagte. Seit 2014 sind die Brüder auf der Flucht, die Generalstaatsanwaltschaft Dresden fahndete öffentlich nach den beiden. Kastriot ist weiterhin flüchtig.

Illegales Streamingportal: Kinox.to ist noch aktiv. (Foto: Shtutterstock)

Kinox.to ist nach der Zerschlagung von Kino.to im Jahr 2011 in dessen hinterlassene Lücke gestoßen. Die Brüder S. sollen neben Kinox.to mit Movie4k.to ein weiteres bekanntes, aber illegales Streamingportal betreiben. Das hatte eine Razzia im Jahr 2014 ergeben. Beide Portale sind weiterhin online. Laut Informationen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) aus dem Jahr 2014 sollen die Brüder zu diesem Zeitpunkt Foren wie Mygully.com und Boerse.sx sowie Hostingdienste wie Shared.sx und Bitshare.com betrieben haben, wie es im Handelsblatt heißt.

Kinox.to: Ein Betreiber sitzt schon in Haft

Ein dritter Kinox.to-Betreiber, Avit O., ist Ende 2015 wegen „gewerblich unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke in 2.889 Fällen“ und Computersabotage zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Er sitzt diese Strafe derzeit noch ab. Kreshnik und Kastriot S. gelten Ermittlern als aggressiv, wie das Handelsblatt berichtet. Sie seien tatverdächtig, schwere Verbrechen begangen zu haben. Zu den Vorwürfen gehören räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung, Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung.

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