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Klage gegen Apple wegen zu hoher App-Preise für zulässig erklärt

Kunden kritisieren, Apple würde App-Preise künstlich überhöhen. (Foto: Bloomicon/ Shutterstock)

Der Supreme Court hat eine Klage gegen Apple wegen dessen Quasi-Monopolstellung für zulässig erklärt. Kunden halten die App-Preise für ungerechtfertigt hoch.

Vier iPhone-Besitzer haben Apple verklagt. Sie finden es ungerecht, dass sie ihre Apps nur bei Apple direkt kaufen können – weshalb Apple bei jedem App-Kauf eine Provision von 30 Prozent bekommt. Der oberste Gerichtshof der USA hat am Montag mit fünf zu vier Stimmen die Klage für zulässig erklärt.

Nutzt Apple seine Markmacht unfair aus?

Weil Apple-Kunden keine Wahl haben, wo sie ihre Apps kaufen, bezeichnen die Kläger den Konzern als Monopolisten – und werfen ihm vor, diese Position unfair auszunutzen und die Preise künstlich zu überhöhen. Denn würde Apple beim Verkauf von Software mit anderen App-Plattform konkurrieren, würden die Preise wohl niedriger ausfallen, behaupten die Kläger.

Apple hatte versucht, die Klage abzuwenden. Das US-Kartellrecht sieht vor, dass Kunden nur den direkten Verkäufer verklagen dürfen. Apple hatte sich darauf berufen und sich als lediglich eine Art Mittler zwischen Entwicklern und Kunden dargestellt, wie aus der Erklärung des Supreme Court hervorgeht. Dieser Argumentation widersprach die Mehrheit der Richterinnen und Richter – einerseits würden Apple-Kunden sehr wohl direkt bei Apple die Apps kaufen, andererseits könnte Apple ansonsten leicht solche Klagen umgehen.

Auch Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor. Im März hatte Spotify eine offizielle Beschwerde über Apple bei der EU-Kommission eingereicht. Der Vorwurf: Apple streiche einen spürbaren Teil der Erlöse von Abo-Abschlüssen innerhalb der iPhone-App ein.

Die Apple-Aktien haben am Montag rund 5,5 Prozent verloren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Mit der Entscheidung des Supreme Court ist jetzt der Weg für die Sammelklage frei.

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