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Klage gegen Tinder: Ex-Gründern fordern zwei Milliarden Dollar von Mutterkonzern

Tinder-Mitgründer Sean Rad 2015 beim Web Summit in Dublin. (Foto: G Holland / Shutterstock.com)

Zwei Milliarden US-Dollar fordern die Tinder-Gründer und weitere Manager der populären Dating-App von deren aktuellen Besitzern. Die sollen die Bewertung von Tinder manipuliert haben.

Die Mitgründer und acht weitere frühere und aktuelle hochrangige Manager von Tinder haben vor dem Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaats New York Klage gegen die derzeitigen Besitzer der beliebten Dating-App, Match Group und deren Mutterkonzern IAC, eingereicht. Darin fordern sie zwei Milliarden Dollar Schadenersatz. Die Kläger geben an, dass die neuen Besitzer den Wert der Dating-App manipuliert hätten, wie CNN berichtet.

Tinder: Neue Besitzer sollen Gründer und Ex-Manager um Milliarden gebracht haben

Konkret geht es demnach um eine Analyse, die 2017 von verschiedenen Wall-Street-Banken durchgeführt wurde, um den Wert von Aktienoptionen des Tinder-Mitgründers Sean Rad sowie weiterer früher Mitarbeiter zu bestimmen. In der Klageschrift werfen Rad und die anderen Kläger Match und IAC vor, diese hätten die Daten, die sie an die Banken weitergereicht haben, manipuliert. Dabei seien Ausgaben überbewertet und das mögliche Umsatzwachstum unterbewertet worden. Die Klage enthält zudem den Vorwurf angeblicher sexueller Belästigung gegen Tinders ehemaligen Chef Greg Blatt.

„Sie haben in Sachen finanzielle Performance gelogen. Sie Finanzdaten manipuliert und Milliarden Dollar gestohlen, indem sie uns nicht das zahlten, was sie uns vertraglich schuldeten“, sagte Rad in einem Interview mit CNN. Rad und die übrigen Kläger wollen kämpfen, um das zu erhalten, was ihnen zustehe, so der Tinder-Mitgründer. Der Vorwurf: Obwohl Tinder in den Jahren 2015 bis 2017 kräftig gewachsen sei, hätten die Banken die Dating-App 2017 mit drei Milliarden Dollar bewertet – genauso hoch wie schon 2015. Das soll die Kläger Millionen, wenn nicht Milliarden gekostet haben.

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Spotify. (Screenshot: © Pierre Buttin)

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IAC bezeichnete die in der Klage geäußerten Vorwürfe als haltlos. Der Konzern wolle sich energisch dagegen zur Wehr setzen, wie es in einem Statement heißt. Rad und die übrigen Ex-Manager, die das Unternehmen vor über einem Jahr verlassen hätten, kämen schlicht nicht damit klar, dass Tinder nach ihrem Abgang einen enormen Erfolgskurs hingelegt habe. Die Aktienkurse von Match und IAC haben nach Bekanntwerden der Klage am Dienstagabend kräftig nachgegeben.

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