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Klarna Card – Kreditkarte, die auch bald Apple Pay unterstützen soll

Design für die junge digital-affine Generation: So sieht die Klarna Card aus. (Bild: Klarna)

Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna startet in Deutschland mit einer eigenen Kreditkarte. Die ermöglicht schon heute die Nutzung von Google Pay und soll bald auch Apple Pay unterstützen.

In Kooperation mit Visa soll die Klarna Card Kunden in Deutschland das Bezahlen on- und offline ermöglichen. Kontaktloses Bezahlen per NFC-fähigem Android-Smartphone ist dabei via Google Pay möglich. Apple Pay soll laut Medienberichten im Lauf des Jahres folgen, ist aber derzeit noch nicht verfügbar – und Klarna macht hierzu auch offiziell noch keine Aussagen. In Schweden wird Apple Pay im Rahmen der Klarna Card bereits unterstützt. Es wäre insbesondere angesichts der kürzlich vorgestellten Apple-Pay-Kreditkarte, die in den nächsten Wochen in den USA starten soll, spannend, wenn Klarna hier auch mitzieht.

Die Klarna Card, die zunächst in einen Beta-Betrieb startet, soll dauerhaft kostenlos sein und ohne Jahresgebühr und sonstige Gebühren, etwa für den Bezahleinsatz im Ausland, auskommen. Das Abheben von Bargeld ist mit der Karte, anders als mit vergleichbaren Payment-Lösungen, bewusst nicht möglich. Klarna bleibt bei seiner Vision des bargeldlosen Zahlens. Im Rahmen von Marktanalysen habe das Unternehmen festgestellt, dass insbesondere jüngere, digitale Kunden die gleiche flexible Nutzererfahrung auch offline erleben wollen, die sie von Klarna bereits online kennen.

Kunden, die seitens ihrer Bank noch nicht die Möglichkeit haben, Google Pay zu nutzen, finden so neben Paypal einen weiteren großen Payment-Anbieter, mit dem sie das mobile Bezahlen aus dem Hause Google nutzen können. Klarna hat nach eigenen Angaben
mehr als 30 Millionen Bestandskunden für die DACH-Region (von denen 2,4 Millionen App-Nutzer sind) – allerdings ist man schon Klarna-Kunde, wenn man über einen der beteiligten Shops den Rechnungskauf anklickt, der bekanntermaßen über Klarna abgewickelt wird.

Die Beta-Version der Klarna Card können alle nutzen, die bereits mindestens einmal online via Klarna-Rechnungskauf bezahlt und die App heruntergeladen haben. In Zukunft will Klarna den Autorisierungs- und Anmeldeprozess weiter vereinfachen: Ähnlich wie bei der Sofort-Überweisung soll ein Cent-Betrag vom Konto abgebucht werden, der danach sofort zurücküberwiesen wird. Ein Postident- oder Videoident-Verfahren soll somit nicht erforderlich sein.

Klarna Card: Kombinationen aus Ratenkauf und direktem Bezahlen

Die Karte, die über die Klarna-App und die Klarna-Website bestellt werden kann, verfügt über eine Vielzahl von Features, um ein optimales Nutzererlebnis zu ermöglichen, beispielsweise über eine übersichtliche Anzeige der getätigten Ausgaben, die dafür sorgen soll, dass der Kunde den Überblick über seine Zahlungsverpflichtungen behält. Bei den Bezahlvarianten kann der Kunde beispielsweise zwischen sofortiger Zahlung, 14 Tage zinsfreiem Zahlungsziel und individuellen Kombinationen und Varianten wählen. So kann man etwa festlegen, dass Beträge bis 100 Euro immer nach 14 Tagen beglichen werden und für größere Beträge ein Ratenkauf genutzt wird. Davon abgesehen lassen sich Rechnungskäufe sich via App in Ratenkäufe umwandeln – zu den üblichen Zinskonditionen, die das zentrale Erlösmodell des Anbieters sind: Aktuell werden 11,95 Prozent Zinsen pro Jahr fällig, zuzüglich einer monatlichen Gebührenpauschale von 45 Cent, sodass gerade bei kleineren Beträgen der Zinssatz entsprechend ansteigt.

Eine weitere praktische Funktion der App betrifft das Sperren der Karte: Das ist via App möglich, ohne dass Telefonanrufe getätigt werden müssen. In Schweden, Klarnas Heimatmarkt, ist die Klarna Card bereits seit rund einem Jahr verfügbar, sodass das Unternehmen entsprechende erste Erfahrungen haben dürfte. Immerhin wurden hier bisher 84.000 Karten ausgegeben, wie das Unternehmen berichtet.

t3n meint: Klarna hat in den letzten Jahren aus eigener Kraft und durch Zukauf weiterer Gesellschaften wie der Sofort-Gruppe sein Portfolio an Bezahlverfahren stetig erweitert und ist zu einer europäisch-zentrierten Alternative zu Paypal geworden. Angesichts der Erkenntnis, dass viele Nutzer gerne On- und Offlinekäufe mit derselben Bezahlvariante erledigen, war es also ein schlüssiger Schritt, die Kreditkarte auch in Deutschland zu launchen. Tobias Weidemann

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