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Klickbetrug – Google verbannt Entwickler mit mehr als 600 Millionen App-Installationen

Reinigungsaktion in Googles Play-Store. (Bild: Shutterstock/I AM NIKOM)

Google hat eine chinesische Firma wegen Klickbetrugs in großem Umfang aus dem Play-Store verbannt. Die 100 Apps der Firma sollen über 600 Millionen Mal installiert worden sein.

Erst Ende 2018 hatte Google einige Apps der chinesischen Entwicklerfirmen Cheetah Mobile und Kika Tech wegen Klickbetrugs aus dem Play-Store entfernt. Jetzt scheint sich ein weiterer App-Entwickler offenbar einen noch größeren Fauxpas geleistet zu haben. Laut Buzzfeed-News hat Google die Firma DO Global wegen möglichem Klickbetrugs bei Werbeanzeigen komplett aus dem Play-Store verbannt.

Google entfernt 100 Apps aus Play-Store

Die Sperre für DO Global, einem Spin-off des chinesischen Google-Rivalen Baidu, dürfte die bisher größte in der Play-Store-Geschichte sein. Denn DO Global hat rund 100 Android-Apps in Google App-Shop gelistet. Diese Apps sollen insgesamt über 600 Millionen Mal installiert worden sein. Das Unternehmen gibt zudem an, dass seine Apps 250 Millionen monatlich aktive Nutzer verbuchen.

In den vergangenen Tagen sollen schon rund 50 der DO-Global-Apps aus dem Play-Store verschwunden sein, darunter der bekannte ES-File-Manager. Hinter Letzterem soll laut Androidpolice eine Tochterfirma von DO Global stecken. DO Global soll bei dem App-Angebot auf verschiedene Entwicklernamen, neben DO Global Games etwa Applecheer Studio oder Pic Tools Group, sowie Kontaktinformationen gesetzt haben. Damit war es für Nutzer schwierig zu erkennen, dass hinter den verschiedenen Apps dieselbe Firma steckte.

Offline: So schlecht reagieren die meisten Apps darauf
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Konkret wird DO Global vorgeworfen, dass in einigen der Apps ein Code versteckt gewesen sein soll, dank dem Anzeigen angeklickt wurden, selbst wenn der Nutzer die App gar nicht verwendet hatte. Außerdem dürfte auch das Verwirrspiel um die Entwickleridentität eine Rolle bei der Play-Store-Sperre gespielt haben.

DO Global hat derweil gegenüber Buzzfeed-News eingeräumt, dass es „Unregelmäßigkeiten“ bei der Nutzung der Werbeanzeigen in einigen seiner Produkte gegeben habe. Das Unternehmen akzeptiere die Entscheidung Googles, die Apps aus dem Play-Store zu entfernen. Jetzt wolle man mit Google zusammenarbeiten, um die betroffenen Apps genauer unter die Lupe zu nehmen.

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