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Um einen der größten Klimakiller zu bezwingen, gehen diese Gründer ins Labor

Fleischersatz aus dem Labor: So sehen die Patties von Mosa Meat aus den Niederlanden aus. (Foto: Mosa Meat)

Der Hype um die Fleischersatzburger von Beyond Meat zeigt: Immer mehr Menschen interessieren sich für tierfreie und klimafreundliche Fleischalternativen. Das treibt auch deutsche Gründer ins Labor.

Fleisch ist ein Klimakiller: Etwa 14,5 Prozent der vom Menschen verantworteten klimaschädlichen Treibhausgase gehen heute auf das Konto tierischer Produkte, rechnet die Welternährungsorganisation (WHO) vor. Vor allem die Ökobilanz von Rindfleisch – Hauptbestandteil vieler Burger – ist vernichtend: Da wird Regenwald für Sojapflanzen gerodet, die um die halbe Welt geschifft werden, um hier Kühe zu füttern, die mit ihrem Methanausstoß die globale Erderwärmung zusätzlich anheizen.

Tüftler und Chemiker wollen deshalb Fleischersatzprodukte ohne Nebenwirkungen schaffen. Vordergründig geht es darum, wer den rauchigen Geschmack eines Bratlings am besten imitieren kann – im Hintergrund geht es um Technologie, niedrige Herstellungskosten und viel Geld. Die Lebensmittelbranche hofft auf einen wachsenden Markt: Sie will nicht nur tierliebende Vernunftkäufer, sondern auch Genussmenschen locken, öfter in einen veganen Burger oder eine fleischfreie Salami zu beißen. Angeheizt wird der Trend vor allem durch das börsennotierte US-Startup Beyond Meat. Die Firma aus Kalifornien löste im ersten Halbjahr 2019 einen Hype um ihre Laborburger im 227-Gramm-Pack aus – auch in hiesigen Supermarktfilialen.

Beyond Meat ist erst der Anfang

Auch Mazen Rizk hofft auf einen solchen Durchbruch. Der Gründer des Hamburger Startups Mushlabs hält eine 300 Gramm schwere Masse in der Hand, leicht bräunlich schimmert sie durch eine vereiste Plastiktüte hindurch. Es sind Pilzzellen, die der 34-Jährige in einem Labor herangezüchtet hat. Mit diversen Kohlenhydraten und Eiweißen hat Rizk sie gefüttert, Temperaturen und pH-Werte variiert, um dem Nährgehalt von Fleisch Konkurrenz zu machen: „Darin sind jetzt Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und diverse Mineralstoffe“, sagt Rizk. Viel darüber verraten, wie er die Zellmasse in ein fertiges Gericht verwandeln möchte, könne er noch nicht. Nur so viel: „Das könnte dann eine Frikadelle sein oder auch etwas ganz anderes.“

Mit Technologie den Klimawandel stoppen – geht das? t3n 57 geht der Frage nach. (Grafik: t3n)

Mit Technologie den Klimawandel stoppen – geht das? t3n 57 geht der Frage nach. (Grafik: t3n)

Mushlabs ist eine von vielen Firmen, die neu definieren wollen, wie wir uns in Zukunft ökologisch und gesund ernähren können. Neben dem US-Vorreiter Beyond Meat arbeitet zum Beispiel auch das niederländische Startup Mosa Meat an Fleischersatzprodukten – mitfinanziert von Google.

Unter Experten ist aber noch umstritten, wie ökologisch und nahrhaft die Fake-Burger wirklich sind. Wie fällt etwa die Bilanz im Vergleich zu Hühnerfleisch aus, das als klimafreundlich bewertet wird? Und was ist mit dem Energieverbrauch?

In der t3n Nr. 57 hat Journalist Jonas Gerding neben Gründern und Landwirten mit Umweltökologen gesprochen – und geht der Frage nach, wie massentauglich die Produkte schon sind.

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7 Kommentare
Tom
Tom

Ich dachte, dass Ihr seriös seid, stattdessen stimmt Ihr in diese äußerst fragwürdige, pseudoreligiöse Klimahysterie ein, die wissenschaftlich nicht haltbar ist und über die unter führenden Wissenschaftlern KEIN Konsens besteht, um es einmal äußerst zurückhaltend auszudrücken.

Ich hatte Euch bislang auf Feedly abonniert, aber ich werde t3n da jetzt unsubscriben.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Los, geh wieder an den Stammtisch mit den bildungsfernen Dorftrotteln spielen.

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Tom
Tom

Lieber nicht, denn da würde ich ja Dich treffen. Beschäftige Dich doch mal mit richtigen Fakten anstelle von Propaganda!

xordinary
xordinary

@Tom: Das Traurige an deinem Kommentar ist, dass du nicht mal ansatzweise realisierst, wie lächerlich du dich mit deinem Stuss machst. Du hast dich garantiert noch nicht mal fünf Minuten hingesetzt, um den Konsens unter den Wissenschaftlern zum Klimawandel zu finden. Musst du auch gar nicht, denn er lässt sich auch in einer Minute finden, aber auch dazu warst du zu bequem. Insofern schade, dass du dich noch weiter in deine Filterblase zurückziehst, indem du nicht mehr liest, was hier geschrieben wird. (Obwohl ich zugeben muss, dass hier teilweise sehr schlampig gearbeitet wird, aber das tut den grundsätzlichen Fakten keinen Abbruch.)

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Tom
Tom

Ich habe mich einige Stunden über Wochen hinweg mit dem Thema befasst und komme auf Grund dessen zu meiner Aussage. Der von Dir zitierte Konsens ist Nonsens. Vielleicht solltest Du nicht nur linke Medien konsumieren…

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volki
volki

Klima hat schon immer gewandelt. Wenn Greta von Milliardären und Globalisten gehypted wird und in DAVOS redet…Lagarde ihre korrupten Patschen schütteln handelt es sich um eine Drecksinzenierung durch Eliten.
Die Yacht gehört übrigens den Grimaldis….sollten Leiber Steuern zahlen! Genau wie Soros & Al Gore und die anderen Schweinebacken!

t3n geht nicht mehr……….in Zukunft muss man sich wohl englische Zeitungen zulegen….die sich politisch nicht an jeden Propagandazug der Globalisten und Finanzelite dran hängen.

1540 hatten wir monatelang Dürre in Europa. Grönland…heisst so weil es mal grün gewesen ist und 1904 ist auch schön warm gewesen. Klimapropaganda dient der Transformation, die Eliten haben nämlich fertig und spielen jetzt Endgame.

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