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Würdest du für den Klimaschutz deinen Job aufgeben?

Der Klimaschutz bekommt im Job mehr Bedeutung. (Foto: Shutterstock)

Klimaschutz wird bei der Berufswahl für viele Deutsche immer wichtiger. Doch würden sie dafür auch ihren aktuellen Job kündigen? Neue Umfrageergebnisse liefern Antworten.

Welche Bedeutung hat die Umwelt für den eigenen Job? Und würdest du kündigen, wenn Klimaschutz und Nachhaltigkeit überhaupt keine Rolle bei deinem Arbeitgeber Unternehmen spielen? Oder wenn der konkrete Job sogar nachweislich der Umwelt schadet? Das sind schwierige Fragen für die meisten Menschen, denn in irgendeiner Form haben das persönliche Verhalten und die damit zusammenhängenden Umstände wohl immer einen ökologischen Einfluss – egal, ob ein Arbeitnehmer in einem Kohlekraftwerk arbeitet oder morgens mit dem Auto ins Büro fährt. Dass sich inzwischen viele Menschen ernsthaft Gedanken über das Klima machen und selbst im Arbeitsleben bereit wären für weitreichende Veränderungen, zeigt eine aktuelle Erhebung der Vergleichsplattform Gehalt.de.

Klimaschutz ist im Milieu der Einkommensschwachen kaum relevant

Spielt der Klimaschutz für Berufstätige eine aktive Rolle? Tatsächlich würden einige Beschäftigte hierzulande eine Kündigung in Betracht ziehen, wenn der Arbeitgeber der Umwelt schadet. Laut Gehalt.de haben 35 Prozent der Befragten bei der Berufswahl das Argument der Nachhaltigkeit berücksichtigt und wollen es auch zukünftig tun. Frauen sind da übrigens prinzipientreuer: Unter den weiblichen Befragten sind es 42 Prozent, unter den männlichen nur noch 32 Prozent. Insgesamt 58 Prozent aller Befragten würden sogar eine Kündigung in Betracht ziehen, sollte sich herausstellen, dass der Arbeitgeber stark klimaschädlich agiert. Weitere 16 Prozent gaben an, dass sie definitiv den Arbeitsplatz wechseln würden. Lediglich 26 Prozent der Befragten würden sich davon unbeeindruckt zeigen und weitermachen wie bisher.

„Für 35 Prozent der Berufstätigen hat Nachhaltigkeit bei der Jobwahl einen Einfluss.“

Interessant ist in dem Zusammenhang, ob die Befragten bei einer etwaigen Neuorientierung auch Gehaltseinbußen in Kauf nehmen würden – oder anders gesagt: ob sie auch für weniger Einkommen in einen grünen Job wechseln würden. Lediglich 21 Prozent der Befragten würden für weniger Geld einen nachhaltigeren Job annehmen. 31 Prozent der Befragten würden es laut der Erhebung vielleicht tun. Der Großteil von 48 Prozent hingegen, würde keine Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Auch hier zeigt sich wieder: Die Bereitschaft, ein niedrigeres Gehalt anzunehmen, ist unter Frauen mit 33 Prozent höher als unter den Männern, von denen lediglich 16 Prozent sofort dazu bereit wären.

Wie viel weniger Gehalt würdest du in Kauf nehmen?
0 Prozent 6,3 Prozent der Befragten
1 – 5  Prozent 18,5 Prozent der Befragten
6 – 10 Prozent 33,7 Prozent der Befragten
11 – 15 Prozent 17,1 Prozent der Befragten
16 – 20 Prozent 17 Prozent der Befragten
21 – 30 Prozent 5,4 Prozent der Befragten
über 30 Prozent 2 Prozent der Befragten
Quelle: Gehalt.de, Stand 2019

Viele Arbeitnehmer seien bereit, den Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Berufswahl zu berücksichtigen, erklärt auch Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Allerdings wollen die wenigsten Beschäftigten dafür größere Gehaltseinbußen in Kauf nehmen – vor allem einkommensschwächere Angestellte sind dazu meist nicht in der Lage, erklärt er. Erfreulich ist dennoch, dass die Zahl der Beschäftigten in einem nachhaltigen Beruf weiter wächst. Laut dem Wissenschaftsladen Bonn haben im vergangenen Jahr 2018 rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland in grünen Jobs gearbeitet. Dazu gehören Berufe in der Abfall- oder Wasserwirtschaft und im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch Konzerne, die oft in der Kritik stehen, haben Abteilungen gegründet, die Möglichkeiten zum nachhaltigeren Wirtschaften untersuchen.

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Ein Kommentar
Markus
Markus

Sorry aber die Umfrage und Resultate sind Märchen und die Zusammenfassung erinnert an ein 12 jähriges Kind, das die Fakten zum Weihnachtsmann bereits kennt, sich aber dagegen weigert diese für sich anzuerkennen, weil der Glaube an den Glanz dem Kind gut tut.

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