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Jede dritte deutsche Firma wurde schon einmal Opfer von Spionage – KMU im Blick

(Foto: Shutterstock/dotshock)

Jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland soll schon einmal Opfer von Spionage gewesen sein. 20 Prozent der KMU haben keine Strategien zur Entdeckung oder Abwehr, so eine Studie.

Nicht nur große Konzerne stehen im Visier von Spionen – in Deutschland soll jedes dritte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schon einmal ausspioniert worden sein. Einen entsprechenden Anfangsverdacht hatte sogar die Hälfte der KMU schon. Außerdem wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilt.

KMU: Jede 5. kleine Firma kann Spionageangriffe nicht abwehren

Dennoch haben 20 Prozent der kleinen Firmen keine Strategien zur Entdeckung oder Abwehr solcher Angriffe auf ihr Know-how entwickelt, wie das Forschungsprojekt „Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung in Deutschland und Europa“ herausgefunden hat. Durchgeführt wurde das Projekt vom Max-Planck-Institut MPICC, dem Fraunhofer-Institut ISI, BKA und LKA Baden-Württemberg sowie der Sächsischen Hochschule der Polizei.

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Nutze ich effiziente Software?

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(Foto: © Rawpixel.com Adobe Stock)

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Die Wirtschaftsspionage oder Konkurrenzausspähung wird dabei den deutschen Forschern zufolge von ausländischen Staaten, Wettbewerbern oder den eigenen Mitarbeitern begangen. Die Bedrohung bestehe also sowohl von innen als auch von außen – etwa durch Cyberspionage, heißt es.

„Die Ergebnisse unserer Befragungen zeigen, dass sich kein Unternehmen sicher fühlen kann. Es kann alle Branchen und alle Unternehmensgrößenklassen treffen“, erklärte die Projektverantwortliche Esther Bollhöfer vom Fraunhofer ISI.

Spionage in KMU: Firmen scheuen externe Unterstützung

Dabei herrsche in den Unternehmen eine große Unsicherheit beim Thema Spionage, wie Werner Heyer vom LKA Baden-Württemberg ergänzte. Es gebe keine Standard-Vorgehensweise, externe Unterstützung werde von vielen gescheut. Dabei seien die Strafverfolgungsbehörden auf eine schnellstmögliche Kenntnis von den Schadensfällen angewiesen. Eine Kooperation mit den Behörden wird jedenfalls nahegelegt.

Die Projektmitarbeiter von MPICC und Fraunhofer ISI haben zudem Leitfäden mit konkreten Empfehlungen für KMU, Wissenschaftsorganisationen und Polizeibehörden erstellt. Zudem sollen die rechtlichen Analysen der Politik bei einer möglichen Überarbeitung des derzeitigen gesetzlichen Rahmens helfen. In der Kritik steht etwa die strikte Trennung von Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung.

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