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Fundstück

Dieser Gründer erklärt, warum nur kollaborative Arbeit zum besten Ergebnis führt

Kollaborative Arbeit: „Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man nicht alles perfekt kann", erklärt Mirko Kaminski im „On the Way to New Work“-Podcast. (Foto: Achtung!)

Mirko Kaminski ist Gründer der PR-Agentur „Achtung!“ und gilt als einer der ersten in der Branche, der sich kollaborativer Arbeit geöffnet hat. Im „On the Way to New Work“-Podcast erklärt er, warum.

Kollaboratives Arbeiten gilt als eines der Schlagwörter schlechthin im Rahmen der Neuen Arbeit. Und die meisten Unternehmen quittieren mit einem wissenden Nicken, dass das auch bei ihnen ganz gut laufe. Die Methode gehört augenscheinlich überall zum Arbeitsalltag, egal ob in einem Startup oder einem Konzern. Ein Blick in viele Unternehmen und Abteilungen zeigt jedoch, dass es da noch viel Platz nach oben gibt. Nur weil zwei Kollegen gemeinsam an einem Google Doc arbeiten, heißt das noch lange nicht, dass das Projekt dahinter effizient und hochwertig gestaltet wird. Zwar werden die verschiedensten Tools und Software-Lösungen genutzt, doch führen diese oft nicht zum erwünschten Ergebnis.

On the Way to New Work: Mirko Kaminski erklärt, wie kollaborative Arbeit bei „Achtung!“ aussieht

On the Way to New Work: Der Podcast über neue Arbeit. (Screenshot: t3n.de)

Ein interessantes Beispiel, wie kollaborative Arbeit gestaltet werden und gut funktionieren kann, liefert Mirko Kaminski im „On the Way to New Work“-Podcast. Der Gründer der PR-Agentur „Achtung!“ ist Chef von über 170 Mitarbeitern, die Kunden wie Ebay, Mini, die Elbphilarmonie und Swiss Air betreuen. Kaminski erklärt dem Interviewer und Thjnk-Chairman Michael Trautmann, wie er seine Agentur organisiert hat und dabei sicherstellt, dass Kollegen nicht nur auf ihren Inseln arbeiten, sondern ihre Expertisen und ihr Wissen bestmöglich teilen können. Die komplette Belegschaft sei in Teams und nicht etwa in Abteilungen aufgebaut. „Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man nicht alles perfekt kann und dass andere Kollegen dich immer ergänzen können“, erklärt Mirko Kaminski.

Doch wie sieht so eine Aufstellung aus? Zum einen haben er und seine Geschäftsführer die Agentur so aufgebaut, dass es Teams gibt, die ausschließlich für Kunden einer konkreten Branche arbeiten. Die Branchenteams bestehen dabei eher aus Kommunikationsgeneralisten, also Menschen, die weniger PR-Wissen mitbringen, sondern sich tief in das Geschäft der Kunden hineindenken. So gebe es beispielsweise Automotive- oder Consumer-Electronics-Teams. Zum anderen arbeiten bei „Achtung!“ aber auch Taskforces aus Kommunikationsspezialisten, die sich mit der Branche eher weniger auskennen, dafür aber das Handwerkszeug des PR-Fachmanns in- und auswendig kennen. Das eine Team bezieht das andere Team dabei ständig ein, damit das bestmögliche Ergebnis zustande kommt.

„Je mehr du gibst, desto mehr bekommst du auch zurück!“

Der zweite Ansatz ist jedoch noch interessanter, denn unter den Branchengeneralisten sitzen die Fachleute bestimmter Formate nicht etwa beisammen, sondern verstreut. „Der Texter sitzt neben dem Community-Manager, einfach weil der im Zweifel einen noch stärker aktivierenden Text schreibt. Der Arter sitzt neben dem Video-Spezialisten, weil der vermutlich noch mehr Ästhetik in ein Video bringen kann“, erklärt Mirko Kaminski. „Das funktioniert sehr gut!“ Bei „Achtung!“ sitzen somit die SEO-Leute, Designer, Video-Spezialisten und Content-Marketing-Experten nicht im Klüngel zusammen und erklären sich gegenseitig ihr eigenes Fach. Sie sitzen gemischt und sorgen mit direkten Rückmeldungen auf kurzen Wegen für einen ständigen Wissenstransfer.

Wie Interviewer Michael Trautmann im Gespräch anmerkt, sei Kaminski einer der Ersten in der Branche gewesen, der sich dem kollaborativen Arbeiten geöffnet habe. Das beruhe auf seinen gesammelten Erfahrungen, gibt der PR-Experte daraufhin zu verstehen. „Je mehr du gibst, desto mehr bekommst du auch zurück“, erläutert der Fachmann. Dabei beschränkt er sein Handeln jedoch nicht nur auf das eigene Unternehmen. Er kollaboriert auch mit anderen Wirtschaftsunternehmen und Agenturen, bietet sein Wissen kostenlos an und lädt Dritte ein, es gleich zu tun. „Wenn die Unternehmenswelt von Agenturen lernt, dann beginnt sie auch, mehr zu vertrauen. Und das wirkt sich positiv auf die ganze Branche aus“, fasst Mirko Kaminski seine Intention zusammen.

Übrigens, weitere Folgen des Erfolgs-Podcast „On the Way to New Work“ findet ihr hier und wenn ihr mehr über die Macher herausfinden wollt, empfehlen wir euch einen Blick in unser Interview: Zwei Podcaster wollen herausfinden, wie wir in 20 Jahren arbeiten!

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