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Kommerzieller Starlink-Start verschiebt sich: SpaceX nimmt sich mehr Zeit für Beta-Tests

Starlink-Satellit startet in den Orbit. (Bild: SpaceX)

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SpaceX will seinen Internet-Breitbandgürtel Starlink erst noch intensiver testen, bevor der Dienst kommerziell angeboten werden wird. Damit dürfte sich der ursprüngliche Zeitplan verschieben.

Wie das Unternehmen am Dienstag verlauten ließ, soll der Starlink-Service bis ins kommende Jahr hinein getestet werden. Das dürfte eine Verschiebung des kommerziellen Starts bedeuten. Der war ursprünglich bis Ende 2020 geplant.

Verlängerung der Beta-Phase geplant

Das jedenfalls berichtet Reuters unter Bezug auf eine Aussage der SpaceX-Ingenieurin Kate Tice. Die hatte am Dienstag in einem Livestream vor dem Start der 16. Staffel neuer Starlink-Satelliten gesagt: „Bei unserem derzeitigen Tempo gehen wir davon aus, dass wir unsere Beta im nächsten Jahr erweitern werden. Wir gehen vom späten Januar oder frühen Februar aus.“

Bisher hat SpaceX fast 900 Satelliten im Orbit platziert. Das Programm läuft seit 2019 weitgehend im Plan. Das Ziel des Starlink-Gürtels besteht darin, abgelegene Gegenden mit Hochgeschwindigkeits-Internet zu versorgen.

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Besser-als-nichts-Beta läuft seit Oktober

SpaceX-Chef Elon Musk hatte stets versichert, dass eine weltweite Abdeckung bereits ab 800 installierter Satelliten möglich sei. Das scheint sich zunächst so nicht zu bewahrheiten.

Im Oktober hatte das Raumfahrtunternehmen Hunderte von Teilnehmern in eher ländlich geprägten US-Bundesstaaten wie Washington, Wisconsin und Idaho zu ihrer „Besser-als-nichts“-Beta-Phase eingeladen. Über die vorhandenen nordamerikanischen Bodenstationen will SpaceX auch kanadische Regionen abdecken. Dafür hatte die kanadische Regierung im November die Genehmigung erteilt.

Der Satelliten-Zugang steht den Abonnenten für monatlich 99 US-Dollar zur Verfügung. Zusätzlich musste eine Basisausstattung für rund 500 Dollar erworben werden.

Startversprechen nicht eingelöst – Grund unklar

Welche Erkenntnisse aus dem bisherigen Beta-Test dazu geführt haben könnten, dass SpaceX nun deren Dauer verlängern will, hat Starlink-Ingenieurin Tice nicht verraten. Völlig ohne Grund dürfte die Verlängerung nicht erfolgen. Immerhin galt bisher die Aussage, man starte bis zum Jahresende 2020 mit dem kommerziellen Angebot und verfolge dann „eine schnelle Ausbreitung“, die schon im Jahr 2021 eine globale Abdeckung erreichen soll.

Starship SN4 auf dem Teststand in Boca Chica. (Foto: SpaceX)

Starlink wirtschaftlich bedeutsam für andere SpaceX-Projekte

Das ist nicht nur eine sportliche Ansage, wie man sie von Elon Musk gewohnt ist. Vielmehr sieht der SpaceX-Chef in seinem Starlink-Angebot eine wichtige Finanzierungssäule für seine noch ambitionierteren Projekte. So will er die Gewinne aus den Starlink-Abos für die Fortentwicklung seines Starship-Projekts verwenden. Das Starship soll letztlich Weltraumtourismus ermöglichen und späterhin die Kolonialisierung des Mars unterstützen.

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