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Konkurrenz fürs Cowboy: Modulares Pedelec Modmo Saigon kostet 2.000 Euro

Das modulare Pedelec Modmo Saigon kann für 2.000 Euro erworben werden. (Foto: Modmo)

Das Modmo Saigon sieht aus wie ein konventionelles Fahrrad, ist aber ein Pedelec mit einem recht attraktiven Preisschild. Das könnte Cowboy und Vanmoof Kopfzerbrechen bereiten.

2.000 Euro soll das neue E-Bike namens Saigon von der bislang unbekannten irischen Firma Modmo den Vorbesteller kosten. Mindestens von der Gestaltung her kann es das Saigon dabei mit bisherigen Design-Pedelecs wie Vanmoof oder Cowboy aufnehmen.

Dabei gefällt Modmos Erstlings indes nicht nur durch seine – an das Cowboy angelehnte – minimalistische mattschwarze Optik. Vielmehr bringt Modmo hier eine Mixtur aus bewährten Ideen und neuen Konzepten, die es zu dem Vorbesteller-Preis bislang so noch nicht gibt.

Modmo Saigon: Das ist neu im Pedelec-Umfeld

Die auffälligste Neuerung am Saigon ist seine Unauffälligkeit. Modmo hat sich bemüht, alle E-Antriebs-Elemente und erforderliche Zubehörteile vollständig in den Rahmen zu integrieren. Sogar die Touchscreen-Bedieneinheit ist voll in den Lenker integriert und auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Noch auffälliger unauffällig ist die Batterie verbaut. Sie befindet sich im vorderen Schrägrohr und ist genauso lang wie dieses selbst. Dadurch entstand zwar ein verhältnismäßig langer Batteriestab, das ihn umgebende Schrägrohr konnte dadurch jedoch besonders schlank im Durchmesser bleiben. So würden Betrachter auf den ersten Blick nicht vermuten, dass darin eine Batterie sitzt.

Das Saigon verfügt über eine unauffällig verbaute Beleuchtung vorne und hinten. Das ist nicht neu im Vergleich zu den Mitbewerbern. Neu ist allerdings die integrierte Blinkbeleuchtung, die vorne über den Lenker und hinten über die beiden Seitenstränge zur Hinterachse, die mit einer reflektierenden Farbe lackiert ist, realisiert wird. Zusätzliche Ausstattungsteile, wie einen Kindersitz oder einen Lastenkorb, hat Modmo bereits in Planung. Diese Teile werden vorne und hinten ganz einfach über vorbereitete Sockel ins Fahrrad eingeschoben.

Ebenfalls neu ist die Verwendung von Android als Basis für das eigene Betriebssystem modOS, das den mit einem Snapdragon-Prozessor ausgestatteten Bordcomputer antreibt. Das Pedelec kann über Apps für iOS und Android per Bluetooth konfiguriert werden. Das Saigon „erwacht“, wenn sich der Benutzer mit seinem Smartphone nähert. Ein GPS- und LTE-Modul erlaubt mit der ebenfalls integrierten Karten-App nicht nur die Navigation, sondern auch das Location-Tracking des Pedelec, sollte es mal nicht am vermuteten Ort zu finden sein. Der Touchscreen des Saigon misst ein Äquivalent von drei Zoll Breite, ist aber durch die Integration in den Lenker dreieckig eingepasst. Wie bei einem Smartphone soll der Bordcomputer auch per Wisch- oder Zoomgeste bedient werden können.

Dem Modmo Saigon sieht man den E-Antrieb nicht an. (Foto: Modmo)

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Modmo Saigon: Das ist nicht neu, aber bewährt

Neben den genannten Neuheiten setzt Modmo für sein Saigon-Pedelec auf bewährte Lösungen. Dabei darf das E-Bike durchaus als für den urbanen Raum entwickelt betrachtet werden. Zwar verbaut der Hersteller vergleichsweise robuste Reifen, jedoch keine Federgabel. Die Nutzung auf anderen Untergründen als Asphalt dürfte so auf Dauer keinen Spaß machen.

Dafür verspricht Modmo eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern mit einem in der Vorderachse integrierten 250-Watt-Motor, der von dem bereits genannten Panasonic-Akku, der über eine Leistung von rund 666 Wattstunden verfügt, unter Nutzung von fünf Unterstützungsstufen angetrieben wird. Der Akku kann entnommen oder über eine Ladeeinrichtung an der Front des Pedelecs geladen werden. In beiden Fällen soll die Ladedauer rund drei Stunden betragen.

Für die Hinterachse kann optional eine Acht-Gang-Nabenschaltung von Shimano erworben werden, was allerdings für den reinen Stadtbetrieb außerhalb bergiger Gegenden nicht unbedingt erforderlich sein dürfte. Die Kraftübertragung von den Pedalen ans Hinterrad übernimmt ein Riemenantrieb von Gates. Gebremst wird mit Hydraulikscheiben von Tektro. Minischutzbleche halten vorn und hinten den gröbsten Dreck vom Fahrer ab. Das hintere Schutzblech kann zugleich als Hauptständer verwendet werden.

Das Modmo Saigon soll vergleichsweise leichte 14 Kilogramm wiegen und für Fahrer zwischen 1,70 und 1,95 Meter Körpergröße geeignet sein.

Vorbestellungen gegen Anzahlung, Auslieferung ab September

Modmo hat seinen Unternehmenssitz im irischen Dublin, entwickelt und produziert das Saigon jedoch – der Name lässt es vermuten – in Vietnam. Das Unternehmen plant, eine erste Serie mit 100 Rädern ab September 2020 an Vorbesteller auszuliefern. Wer Interesse an dem Pedelec entwickelt hat, kann sich gegen eine Anzahlung von 99 Euro ein Exemplar der Erstauflage zum Vorzugspreis von 2.000 Euro sichern. Später soll der Preis auf rund 2.800 Euro steigen. Ob das Pedelec dann immer noch als preiswert durchgehen kann, müsste ein ausführlicherer Test zeigen.

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2 Kommentare
Davut

Ich finde es persönlich es sehr teuer, weil für so eine Menge an Geld bekommt man schon ein Kleinwagen.

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Kobi Kobsen
Kobi Kobsen

Hast du dich mal im ebike Segment umgesehen? Es gibt kaum was billigeres. Die Preise bewegen sich eher um die 4000 bis 5000 Euro aber auch 8000 auszugeben ist kein Problem. Der Kleinwagen dem der Betrag entspricht ist dann auch weder neu, noch hübsch, noch innovativ.

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