News

Konzern-Investments in Startups nehmen weiter zu

Startup-Büro. (Foto: Gaudilab/Shutterstock)

Konzerne investieren immer häufiger in Startups. Viele Jungunternehmer zeigen sich einer aktuellen Umfrage jedoch enttäuscht von ihren jeweiligen Konzern-Investoren.

Konzernnahe Risikokapitalgeber waren 2018 an 23 Prozent aller Investment-Deals mit unabhängigen Startups beteiligt. So viel wie nie zuvor. Und die Zahl der Startup-Beteiligungen dürfte in Zukunft noch weiter ansteigen, da sich immer mehr Konzerne einen eigenen Risikokapitalarm leisten. Alleine 2018 gründeten Konzerne 264 neue Venture-Capital-Firmen. Das geht aus einer Studie von Wayra, dem Accelerator-Programm des spanischen Telekommunikationsgigaten Telefónica hervor.

Federführend in dem Bereich ist noch immer die US-amerikanische Wirtschaft. Fast 57 Prozent aller konzernnahen Startup-Investments im Zeitraum von 2000 bis 2018 stammen aus den Vereinigten Staaten. Europäische Konzerne machen nach der Anzahl der Deals 20,7 Prozent aus. Innerhalb Europas sind Deutschlands Konzerne am eifrigsten bei der Startup-Finanzierung. Hiesige Konzerne waren in den 18 untersuchten Jahren in 5,3 Prozent aller Deals mit Konzernbeteiligung involviert.

Konzerninvestments in den Jahren 2000 bis 2018 nach Anzahl der Deals. (Grafik: <a href="https://www.wayra.de/">Wayra</a>)

Konzerninvestments in den Jahren 2000 bis 2018 nach Anzahl der Deals. (Grafik: Wayra)

Mit knapp unter 54 Prozent fließt ein Großteil des Risikokapitals von Konzernen in Frühphasen-Startups. Nach Branche sortiert ist es vor allem der IT-Sektor, der von Konzern-Investments profitiert. 48,4 Prozent der Deals stammen aus diesem Sektor, der außerdem 41 Prozent des Gesamtinvestments auf sich vereinen kann. Auf Platz zwei folgt weit abgeschlagen der Gesundheitsbereich mit weniger als 19 Prozent der Deals und 19,2 Prozent des von Konzernen investierten Risikokapitals.

Startups sind häufig enttäuscht von ihren Konzerninvestoren

Viele Jungunternehmer hoffen, dass ihre Investoren auch gleich ihre ersten Kunden werden. Genau in der Frage enttäuschen Konzerninvestoren die Startup-Gründer allerdings häufig. Das zeigt eine im Rahmen der Wayra-Studie durchgeführte Umfrage. Auch bei der von vielen Gründern erhofften Unterstützung im Verkaufs- und Marketingbereich, bleiben Konzerninvestoren hinter den Erwartungen zurück.

Gleiches gilt für strategische Ratschläge von den Konzerninvestoren. Bei einer möglichen Unterstützung bei der Produktforschung liegen die Erwartungen von Gründern und die Realität sogar noch weiter auseinander. Zufrieden sind Startup-Gründer hingegen damit, welchen Einfluss die Investitionen von Konzernen auf die Reputation ihrer Startups haben.

Ebenfalls interessant:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Silvia

Viele Jungunternehmer hoffen, dass ihre Investoren auch gleich ihre ersten Kunden werden. Genau das ist der erste Fehler. :(

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung