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Startup-Investitionen: Das sind die aktivsten deutschen Konzerne

Bosch zählt zu einem der deutschen Konzerne, der am häufigsten in Startups investiert. (Foto: dpa)

Konzerne interessieren sich vermehrt für junge Unternehmen: 2017 beteiligten sie sich mit ihren Investment-Vehikeln an so vielen Startups wie nie zuvor. Auch deutsche Größen wie BMW mischen mit.

Immer mehr Konzerne entdecken Startups für sich: Im vergangenen Jahr beteiligten sich firmeneigene Venture-Arme weltweit an 1.791 Finanzierungsrunden für junge Unternehmen – ein neuer Rekord. Insgesamt investierten sie 31 Milliarden US-Dollar, so viel wie nie zuvor. Das zeigt eine Auswertung von CB Insights. 186 Firmen tätigten demnach 2017 erstmals eine Investition in Startups.

Zwar dominieren US-amerikanische Konzerne die Liste der aktivsten Corporate-Venture-Capitalists (CVC). Allein Google Ventures hat in mehr als 70 Unternehmen investiert, gleich dahinter folgen Intel und Salesforce. Aber auch fünf Investmentvehikel deutscher Konzerne tauchen in der Top 44 auf: Bosch, BMW, Merck und zwei Mal Bertelsmann.

In diese Startups haben BMW, Bosch und Bertelsmann investiert

Ein Blick auf die Investments verdeutlicht, dass die deutschen Konzerne ihren ursprünglichen Geschäftsmodellen dabei treu geblieben sind. Robert-Bosch-Venture-Capital erwarb Anteile an etwa einem Dutzend Firmen, beispielsweise als führender Investor an dem Seattler Internet-der-Dinge-Startup Sensoro. Der Autobauer BMW beteiligte sich mit i Ventures unter anderem an dem Autoservice-Startup Caroobi und an der Autokauf-App Fair. Merck Ventures investierte 2017 in Health-Firmen wie Biolinq.

Bertelsmann landet mit den Digital-Media-Investments und dem Asia-Investment-Fund gleich doppelt auf der Liste. Mit seinem Medienarm kümmerte sich der Güterloher Konzern um die Zukunft des Verlagswesens, er investierte etwa in die Sport-Abo-Plattform The Athletic und das Medienportal Mic. In Asien experimentierte er hingegen stärker mit Geschäftsmodellen. Dort beteiligte er sich an der Bildungs-App Knowbox und der Service-Plattform Chomp Cloud.

Für Konzerne kann die Investition in Startups aus mehreren Gründern interessant sein: Manche erhoffen sich durch den regelmäßigen Austausch Impulse für die eigene Innovationsabteilung. Manche verstehen die Beteiligung auch als Zukunftsinvestition in einem bestimmten Markt. Und manche wollen mit Anteilen an vielversprechenden Unternehmen schlicht Geld verdienen.

Die Investitionen in Startups, die sich mit künstlicher Intelligenz befassen, haben deutlich zugenommen. (Grafik: CB Insights)

Deutlich mehr Investitionen in KI- und Auto-Startups

Über alle Branchen hinweg interessierte Konzerne vor allem ein Thema: künstliche Intelligenz. Im vergangenen Jahr steigerten sich die Investitionen in diesem Bereich deutlich: Insgesamt investierten die Venture-Arme 3,8 Milliarden Dollar in KI-Startups, das waren 82 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Auch die Anzahl der Deals wuchs deutlich – von 150 auf 198. Die meisten KI-Beteiligungen sicherte sich Intel, gefolgt von Nvidia und Google.

Auch in der Autobranche war ein deutliches Plus zu erkennen. 1,9 Milliarden Dollar flossen in Startups aus der Branche, die Anzahl der Deals verdoppelte sich nahezu auf 45. Es ist zu erwarten, dass die Autotech-Szene auch 2018 einen großen Sprung bei den Investitionen macht. Schließlich hat ein junges Unternehmen aus der Branche schon im Januar eine riesige Finanzierung abgeschlossen: das deutsche Milliarden-Startup Auto1.

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