Analyse

Kooperationen mit Social-Media-Stars: Was die Werbewirkung von Influencern beeinflusst

(Grafik: t3n.de / dunnk)

Erzeugt ein Beitrag viele Interaktionen, wird eine Kooperation oft positiv bewertet. Doch kann man Likes, Shares und Kommentare überhaupt als Werbewirkung des Influencer-Marketings interpretieren?

Agenturen, die sich mit Influencer Marketing auseinandersetzen, sind sich sicher: Zumindest ein großer Teil der Kommunikation wird in Zukunft über Identifikationsfiguren in sozialen Netzwerken stattfinden und damit auch zur Werbewirkung beitragen. Dass diese dann anders beschrieben werden muss als in heute verbreiteten Kategorien, scheint klar zu sein: „Die Komplexität ist hoch, weil die Inhalte von Youtube über Snapchat, Instagram und viele andere Channels gestreut werden“, erklärt Björn Wenzel, Geschäftsführer der Agentur Lucky Shareman in Hamburg. „Am Ende einen einzelnen KPI über alle Kanäle zu ermitteln, ist da natürlich schwierig.“ Aber es gebe Ziele, die klar aufgesetzt auch einfach zu messen seien: Kontakte, Interaktionen und die Menge des Contents beispielsweise.

Dass die noch relativ junge Disziplin tatsächlich sogar mehr erreichen kann, hat unlängst die Agentur Influry in Zusammenarbeit mit Goldmedia nachgewiesen: 29 Prozent der Online-Nutzer ab 14 Jahre geben an, Produktpräsentationen von Influencern für besonders glaubwürdig zu halten. Von den Befragten, die solche Präsentationen tatsächlich wahrgenommen haben, geben 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen außerdem an, entsprechende Produkte später auch gekauft zu haben.

Eignet sich ein Influencer für eine Kooperation

Bis es aber überhaupt soweit ist, ist Handarbeit gefragt: Lucky-Shareman-Chef Wenzel prüft zunächst in mehreren Schritten,  ob sich ein Influencer für eine Kooperation eignet. Im ersten Check werden potenzielle Angebote durchleuchtet, ohne dass die Anbieter das überhaupt mitbekommen. Wenn die Fan-Entwicklung unglaubwürdig erscheint, fallen viele schon aus dem Raster. Im zweiten Schritt wird die Qualität der Inhalte überprüft, beziehungsweise, ob es problematische Äußerungen gibt. Erst im dritten Schritt fordert die Agentur Mediadaten an, hilft dann aber auch, diese zu erstellen, wenn der Blogger sie noch gar nicht zur Hand hat.

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Guerilla-Marketing kann kräftige Argumente haben. (Quelle)

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