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Kraftwerk: Die Beatles der Elektromusik setzen auf Surface-Books

Kraftwerk. (Foto. Kraftwerk; Microsoft)

Kraftwerk, die „Beatles der elektronischen Tanzmusik“, wie sie 1997 von der New York Times bezeichnet wurden, haben sich für ihre 2018er Tournee Surface Books von Microsoft für ihre Bedürfnisse auf der Bühne anfertigen lassen.

Bislang hieß es stets, dass Musiker tendenziell auf Apples Macs setzen. Kraftwerk, die Urgesteine elektronischer Musik und Gewinner eines Grammys für ihr Album „3D – Der Katalog“ in der Kategorie „Bestes elektronisches Album“, sehen das offenbar anders. Die Band hat sich sich an Microsoft gewandt und mit Hilfe des Surface-Chefdesigners Ralf Groene vier Spezialanfertigungen des Surface Books für den Live-Einsatz bauen lassen. Roboter sind allem Anschein nach Windows-Nutzer.

Kraftwerk: 4 Surface Books für Bühnenzwecke angepasst

Die modifizierten 2-in-1-Geräte fungieren während der gesamten 3D-Europatournee, die am 2. Februar in Dresden gestartet ist, als zentrale Musikcomputer von Kraftwerk. Sie werden zudem von weiteren vier Surface-Pro-4-Geräten im Backstage-Bereich als Technik-Setup ergänzt.

Microsoft zufolge haben Kraftwerk die Surface-Geräte vor allem auf ihre Leistungsfähigkeit und Qualität der Touch-Displays ausgiebig unter Studiobedingungen getestet. Im Zuge dessen hätten Kraftwerk auch den Bühneneinsatz simuliert und die Eignung für die Live-Bühne untersucht. Überzeugt hätten Kraftwerk insbesondere die Kompaktheit der Tablet-Notebook-Kombination.

Kraftwerk auf der Bühne. (Foto: Microsoft; Kraftwerk)

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Kraftwerk, die bei elektronischer Musik und innovativer Studiotechnik schon immer Pioniere waren“, sagt Ralf Groene, Head of Industrial Design, Microsoft Devices. „Wir haben eng mit Kraftwerk zusammengearbeitet, um ihren spezifischen Anforderungen gerecht zu werden und haben das Surface Book mechanisch umkonstruiert.“

Surface Books für Kraftwerk wurden per Gelenk ins Bühnenquipment integriert

Teil der Modifikation sei die Integration eines elektronischen Klangerzeugers, der für die Live-Performance auf der Bühne optimiert wurde. Ferner habe es Änderungen an der Tastatur gegeben. Über das Fulcrum-Gelenk wurde das Gerät außerdem in das Bühnenequipment integriert. Über das Surface Book erhalten die Musiker in Echtzeit Zugriff auf alle in der Musiksoftware oder im Synthesizer erstellten Töne und auf andere virtuelle Instrumente, so Groene.

Kraftwerk auf der Bühne. (Foto: Peter Boettcher)

Laut Kraftwerk seien die Surface Books „perfekt geeignet, um direkt in die Musiksoftware einzugreifen“. Durch die optionale Dockingstation sei es zudem möglich Hardware-Controller anzuschließen, „die den schnellen Live-Zugriff auf alle Sounds ermöglichen, die in Software-Synthesizern oder anderen virtuellen Instrumenten im Surface erzeugt werden.“ Es stehe auf wenig Raum „ein elektronisches Musikinstrument mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten zur Verfügung,“ so Kraftwerk.

Auch wenn Kraftwerk einen interessanten Einblick in ihr Setup liefern, hätten wir  auch gern gesehen, wie so ein umgebautes Surface Book aussieht und wie es in das Bühnen-Setup integriert wurde. Wir hoffen, dass noch ein passendes Bild nachgeliefert wird.

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