News

Krankschreibung per Telefon: Corona-Sonderregelung endet zum 1. Juni

Krankschreibung per Telefon endet ab 1. Juni. (Foto: dpa)

Ab dem 1. Juni müssen Berufstätige wieder beim Arzt erscheinen, wenn sie sich nicht arbeitsfähig fühlen. Die Regelung zur Krankschreibung per Telefon ist damit vorerst wieder ausgesetzt.

Es war eine Regelung, die Arztpraxen entlasten und Berufstätige schützen sollte: Wer sich wegen einer Erkältung krankschreiben lassen wollte, brauchte nur zum Hörer zu greifen und eine Arbeitsbefreiung beim Hausarzt anfordern. Ein Vorsprechen war nicht nötig. Ab dem 1. Juni ist das jedoch vorerst vorbei. Die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung läuft Ende Mai aus, wie die Tagesschau am Donnerstag mitteilte. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) verlängerte zwar die bestehende Regelung um zwei Wochen, jedoch „nach derzeitiger Einschätzung der Gefährdungslage letztmalig“ bis zum 31. Mai.

Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden

Krankschreibung per Telefon endet zum 1. Juni

Die Regelung zur Krankschreibung per Telefon ist damit vorerst wieder ausgesetzt. (Foto: Shutterstock)

„Wir bereiten damit die Rückkehr zur regulären Patientenversorgung hinsichtlich der ärztlichen Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit vor“, erklärte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken. Praxen sollen demnach wieder auf Normalbetrieb umstellen. Mit der Verlängerung bis zum Ende des Monats sollen Medizinerinnen und Mediziner den nötigen Vorlauf erhalten, um den Regelbetrieb wieder aufzubauen. Sollte sich das Virus wieder stärker ausbreiten, behält der G-BA sich jedoch vor, auch kurzfristig eine neue Sonderregelung zu beschließen und die telefonische Krankschreibung wieder zu aktivieren.

Der Gemeinsame Bundesausschuss betonte zudem nachdrücklich, dass Menschen sich unabhängig von der Regelung bei typischen Covid-19-Symptomen zunächst telefonisch bei den Arztpraxen melden sollen. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind das vor allem starker Husten und Fieber. Zu den Risikogruppen gehören laut den Wissenschaftlern vor allem Ältere und Vorerkrankte. Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und gegebenenfalls des Auges aufgenommen werden.

Die Regelung zur telefonischen Krankschreibung wurde seit dem Beschluss im März mehrfach verlängert, jedoch nicht immer einstimmig. Zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden kam häufig Streit auf. Erstere hatten sich dafür ausgesprochen, die Sonderregelung schnellstmöglich wieder zu beenden. So forderte etwa der Geschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks, Johannes Bungart, die Möglichkeit dürfe „nicht zum Dauerzustand werden“, wie die Tagesschau den Vertreter zitiert. Mit der vorläufigen Aussetzung sei dieser Forderung jetzt nachgekommen.

8 Irrtümer rund um die Krankschreibung
8 Irrtümer rund um die Krankschreibung. (Grafik: Wirtschaftsforum)

1 von 4

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Darf ein Arbeitnehmer zum Einkaufen oder ins Kino, wenn er krankgeschrieben ist? Viele Berufstätige denken, sie müssten bei Krankheit grundsätzlich das Bett hüten. Doch das stimmt nicht. Lies auch: „Kino, Einkauf, Kneipe – was darf ich eigentlich, wenn ich krankgeschrieben bin?“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung