Digitale Wirtschaft

500.000 Euro abgeräumt: Farmville-Bauern sichern sich Agrarsubventionen [Update: Hoax]

Farmville-Betrug. (Screenshot: Jeroen Bennink - Flickr)

Rumänische Betrüger haben für ihren Farmville-Bauernhof über Jahre EU-Agrarsubventionen kassiert. Ein ganz besonders dreister Betrugsfall.

Update vom 6. Dezember 2013 um 18:30 Uhr: Wie das De:Bug-Magazin berichtet handelt es sich bei der Meldung wohl um einen Hoax beziehungsweise um einen Übersetzungsfehler. In der Ursprungsmeldung taucht „Farmville“ lediglich in der Überschrift auf, und soll eine Umschreibung für die betroffene Stadt Ialomita sein, in der sich die Bauern Subventionen für Kühe erschlichen haben, die lediglich auf dem Papier existieren. Mit dem beliebten Online-Spiel Farmville hat das nichts zu tun.

Farmville-Betrug: Pro Kuh 120 Euro Subvention erhalten

Farmville-Betrug: Ein Bauernhof wie dieser erhielt Agrasubventionen von der EU. (Screenshot: Sabrina Dent - Flickr)

Farmville-Betrug: Ein Bauernhof wie dieser erhielt Agrarsubventionen von der EU. (Screenshot: Sabrina Dent – Flickr)

Allgemein ist bekannt: Agrarsubventionen sind für landwirtschaftliche Betriebe gedacht, die eine gewisse Unterstützung benötigen um konkurrenzfähig auf dem Markt zu bleiben. Die EU selbst vergibt jährlich mehrere Milliarden dieser Hilfeleistungen. Jetzt wurde allerdings erstmalig eine gehörige Summe an einen digitalen Bauernhof vergeben. Rumänische Farmville-Spieler haben vor einigen Jahren einen Subventionsantrag für ihre digitalen Kühe eingereicht. Und: Er wurde damals genehmigt.

Insgesamt haben sich die Betrüger circa 500.000 Euro an Subventionen für die Rinderzucht gesichert – und das über drei Jahre hinweg. Für insgesamt 1.860 Rinder wurden regelmäßig 120 Euro überwiesen. Die Rumänen nutzten diesen Fehler aus und haben die Subventionsanträge für sieben weitere Farmville-Bauernhöfe eingereicht. Was absolut unglaubwürdig klingt, ist allerdings kein Scherz: Die rumänischen Behörden sollen öffentlich beteuert haben, dass die Betrüger glaubhafte Dokumente präsentiert hätten, die die Annahme zuließen, dass es sich um reale Bauernhöfe handelt. So hätten die Betrüger für den Fall, dass Tierärzte vorbeischauten, sogar ein paar echte Kühe besorgt.

Doch es geht noch dreister: Nachdem der Betrug aufgeflogen war und die Zahlungen gestoppt wurden, haben sich die Betrüger dazu entschieden, die rumänische Regierung zu verklagen. Schließlich stünde nirgendwo in den EU-Bestimmungen, dass es sich um echte Tiere handeln müsse.

via www.br.de

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9 Kommentare
markusthomasde
markusthomasde

Das schlimmste ist eigentlich, dass die Jungs vor Gericht sogar noch recht bekommen könnten.

„Glaubhafte Dokumente“ ist ja so ein Begriff zu dem es viel Vermutungspotential gibt. Ohne zu wissen was in den Dokumenten tatsächlich stand, darf man das Wort Betrüger eigentlich nicht mal verwenden. Man müsste sie im Moment clever nennen und die EU & die rumänische Regierung schlicht unfähig.

Und wenn sich der Vorwurf des Betrugs bestätigt, dann würde das an der „Anrede“ von EU und rumänischer Regierung aber eigentlich auch nichts ändern ;)

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HAHA
HAHA

Genial sollen ihr Geld behalten

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Lars
Lars

Richtig interessant ist eigentlich, dass die Story gestern auf Metro.co.uk war und im Ausland auch teilweise aufgegriffen wurde. In Deutschland hat der Bayrische Rundfunk das als erstes gemacht – allerdings eine Quellenangabe „vergessen“ … sollte sich das als eine Ente rausstellen,dürfte die natürlich schnell folgen.

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Daniel Boehme

wenn die gerichte humor haben, verurteilen sie die regierung, zu zahlen!

allerdings steht nirgendwo geschrieben, dass es ECHTES geld sein muss! :P

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Florian Blaschke

Aktuell hat der BR auch metro.co.uk als Quelle angegeben. Und sollte das eine Ente sein, war es zumindest eine gute. ;-) Spricht bis jetzt allerdings noch nichts dafür.

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Carolin
Carolin

@Markus_Thomas Nein! Denn mit der gleichen Argumentation könnte man fragen: „Wie kommen Sie dazu einen Haufen bunte Pixel als Kuh zu bezeichnen?“

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