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Entwicklung & Design

„First you pay, then you eat!“ Viral-Video zeigt, warum niemand gerne umsonst arbeitet

(Screenshot: YouTube)

Ein virales Video zeigt, wie Menschen aus verschiedenen Branchen reagieren, wenn sie gebeten werden, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung zunächst testweise einfach umsonst anzubieten. So zeigen die Macher, in welcher absurden Situation sich Kreativarbeiter immer wieder befinden.

Niemand arbeitet gern umsonst: Virales Video zu einem leidigen Thema der Kreativbranche

Unvorstellbar in beinahe jeder Branche: Viral-Video weist auf ein leidiges Problem der Kreativbranche hin. (Screenshot: YouTube)
Unvorstellbar in beinahe jeder Branche: Viral-Video weist auf ein leidiges Problem der Kreativbranche hin. (Screenshot: YouTube)

Würde euch ein Bäcker erst mal ein Brötchen umsonst geben, damit ihr die Qualität begutachten könnt? Oder fändet ihr es fair, wenn ihr für euren ersten Besuch in einem Restaurant nichts bezahlt und erst bei der nächsten Bestellung Geld auf den Tisch legt? Die Antwort auf beide Fragen dürfte ein klares „Nein“ sein. Dabei wird genau das immer wieder von Kreativarbeitern in Form unbezahlter Pitches gefordert – und es wird geliefert.

Die Absurdität dieser Situation hat die Agentur Zulu Alpha Kilo jetzt in einem Video, auf unterhaltsame Art und Weise aufbereitet. In dem Clip geht ein Mann zu Firmen aus unterschiedlichen Branchen und fragt, ob er ihre Arbeit zunächst umsonst erhalten könnte, um sie zu bewerten. Die Angesprochenen reagieren teilweise verblüfft von der Dreistigkeit, während andere schon alleine wegen der Frage sauer werden.

Natürlich sind ein Restaurant oder ein persönlicher Fitnesstrainer etwas anderes als eine Designagentur. Trotzdem zeigt das Video auf unterhaltsame Art und Weise, wie absurd die Situation bei genauer Betrachtung sein kann.

Ebenfalls interessant in diesem Kontext ist unser Artikel „‚F*ck you, pay me‘: 20 inspirierende Vorträge für Kreative, Designer und Webworker“.

via mitvergnuegen.com

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2 Reaktionen
THO

Ich möchte nicht gegen das Problem der Designer sprechen und das Video ist auch gut gemacht. Aber ich habe auch das Gefühl, dass da ein Verständnis von Ungerechtigkeit herrscht, was vielleicht überbewertet wird? Das hat natürlich nicht zu bedeuten, dass man es nicht ändern könnte/sollte.

Ich glaube aber auch eher, dass manche Kunden eben eher zu semi-professionellen Lösungen greifen, weil sie denken, dass es ihnen ausreicht. Aber genauso ärgert sich der Bäcker nicht unbedingt, wenn ich meine eigenen Brötchen backe - ist ja mein Ding, wenn ich das möchte. Oder jemand aus dem Bekanntenkreis macht das und verschenkt es oder verkauft es günstig? Die Hochzeitstorte würde ich aber vermutlich auch wieder beim Bäcker kaufen, weil das etwas besonderes ist und ich gute Ergebnisse möchte.

So liegt es natürlich in meiner Entscheidung, was ich mache oder was nicht. Bei etwas teurerem, kann ich vielleicht auch probieren/probefahren/... - eine Werkstatt gibt mir einen Kostenvoranschlag und an der Wursttheke darf ich mal ein Stück probieren.

Das Problem der Designbranche ist natürlich, dass es oft sehr individuelle Produkte sind, die man dann auch schlecht wiederverwenden kann. Ich sehe aber auch hier Unterschiede zwischen wiederverwendbaren Design(templates), die ich einem Kunden zeigen kann und leicht an seine Ansprüche anpassen kann (günstigerer Massenmarkt) und individuell zugeschnittenen Logos/Webseiten/Ads, die tatsächlich dann auch teurer sind und sicherlich im Vorfeld bezahlt werden sollten.

Ich vermute eher, dass das Hauptproblem daran liegt, Vertragsziele vernünftig festzulegen. Designs sind in erster Linie subjektiv und erst in zweiter Linie kann man die Ausbildung/Erfahrung feststellen, wenn Logos leicht zu merken sind, Schriftarten gut zu lesen sind, etc. pp.. Aber wie kann man dafür verlässliche Zielvereinbarungen treffen? Wie kann man diese für Auftragnehmer/-geber überprüfbar machen?

Markus

Die kritische Frage hier ist..wo endet Werbung/Marketing..wo beginnt der eigentliche Auftrag. Das ist vielleicht die Schwierigkeit im Designbusiness und seit Jahren haben die Kunden ähnlich dem Web gelernt, dass es kostenlos schon ganz passable funktioniert.

Zudem gibt es leider viel zu viele, die für 5€ 10 Logos bauen und hoffen, dass dies gekauft wird. Das ist Arbeit für die eigene Tonne.

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