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Kreditkarten-Startups atmen auf: Bundesregierung zieht umstrittenen Gesetzentwurf zurück

Prepaid-Kreditkarten für Mitarbeiter – daran ändert sich erstmal nichts. (Foto: Givve)

Die Gesetzesänderung des Bundesfinanzministeriums, den steuerfreien Sachbezug eklatant einzuschränken, wurde zurückgenommen. Für die Anbieter von Benefit-Kreditkarten ist das eine gute Nachricht.

Der zu Jahresbeginn vorgelegte Referentenentwurf zur „Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ beabsichtigte im Paket steuerlicher Novellierungen die Streichung des steuerfreien Sachbezugs in Form von Prepaid-Karten. Dagegen sprachen sich nicht nur die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von CDU und CSU (MIT), zahlreiche Bundesländer sowie das Wirtschaftsministerium aus, sondern auch diverse Kreditkarten-Startups, die ihr Geld mit steuerfreien Sachbezügen für Mitarbeiter verdienen. Denn bisher – und nun auch zukünftig – können Arbeitgeber ihren Angestellten ein steuerfreies Zubrot in Höhe von 44 Euro monatlich mitgeben. Das geht etwa in Form von Restaurantgutscheinen, Zuschüssen für Fitness-Abos oder eine entsprechend aufgeladene Kreditkarte.

Für Anbieter von Prepaid-Karten bleibt alles beim Alten

Jetzt hat das Bundesfinanzministerium die Neuregelung des § 8 Abs. 2 EstG zurückgezogen. Für den Spendit-Gründer und -Vorstand Florian Gottschaller eine richtige Entscheidung: „Der Beschluss unterstreicht die Bedeutung von smarten, digitalen Mitarbeiter-Benefits in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt.“ Der Referentenentwurf hatte moderne Prepaid-Kartenlösungen für steuerfreie Sachbezüge im Gegensatz zu traditionellen Gutscheinen in den Zweifel gestellt.

Auch die CDU/CSU-Fraktion zeigt sich zufrieden über den Schritt: „Wir begrüßen, dass die zunächst im Referentenentwurf enthaltene Verschärfung der monatlichen 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge entfallen ist. So können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern weiterhin in dieser Höhe steuerfreie Sachbezüge z. B. in Form von Guthabenkarten gewähren.“ Unterm Strich wären von der Änderung rund 6 Millionen Arbeitnehmer betroffen gewesen. Laut einer Studie von Edenred hatte vor zwei Jahren etwa jedes zweite Unternehmen seinen Mitarbeiten solche steuerbegünstigten Sachbezüge gewährt.

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