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Cyberkriminelle erwirtschaften mehr als 3 Milliarden Dollar jährlich auf den sozialen Netzen

Facebook. (Bild: Shutterstock/Michael Candelori)

Cyberkriminelle nutzen immer häufiger die sozialen Netze, um Schadsoftware zu verbreiten. Aber auch Betrug und andere kriminelle Machenschaften auf den Plattformen nehmen zu.

Einem FBI-Bericht zufolge stieg die Zahl der Verbrechen mit Social-Media-Bezug in den Jahren 2015 bis 2017 um das Dreihundertfache. Einer Schätzung des Sicherheitsanbieters Bromium nach erwirtschaften Cyberkriminelle weltweit im Zusammenhang mit den sozialen Netzwerken jährlich Umsätze in Höhe von drei Milliarden US-Dollar. Dazu zählt das Unternehmen zwar auch Einnahmen aus Betrugsmaschen oder aus Verkäufen illegaler Waren und Dienstleistungen, aber auch Schadsoftware wird zunehmend über Facebook, Twitter, Instagram oder andere Plattformen mit hoher Nutzerdichte verbreitet.

Vor allem Schadsoftware, die auf den Rechnern der Opfer heimlich Kryptomining betreibt, wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Bromium schätzt, dass Cyberkriminelle jährlich rund 250 Millionen Dollar einnehmen, indem sie diese Art der Malware über soziale Netzwerke verbreiten. Auch das gezielte Abschöpfen von Passwörtern durch Phishing-Angriffe und die Verbreitung von Trojanern über die sozialen Netze ist ein ernstes Problem.

Malware in den sozialen Netzen: Ein Problem für Unternehmen

Für Firmen sind die sozialen Netzwerke als Angriffsvektor ein ernstzunehmendes Problem. Zumal eine Sperrung von Facebook, Twitter oder anderen Plattformen nicht nur für Unmut bei den Mitarbeitern sorgen könnte, sondern letztlich auch zum Nachteil des Unternehmens wäre. „Die Kurzschlussreaktion, Social-Media-Websites einfach zu blockieren, ist nicht vertretbar. Unternehmen, die es versäumen, sich auf sozialen Kanälen zu engagieren, sei es Linkedin, Twitter, Youtube, Facebook oder Instagram, verlieren Wettbewerbsvorteile und können sich nicht mehr mit einem digital-nativen Kundenstamm austauschen“, so Bromium-CEO Gregory Webb.

Außerdem würden Mitarbeiter etwaige Social-Media-Bloackaden im Zweifel sowieso umgehen. „Wege zur Umgehung dieser Einschränkungen können und werden gefunden, was ein schwarzes Loch für Sicherheitsteams schafft“, warnt Webb. Er rät Unternehmen daher dazu, dass sie eigene Sicherheitsrichtlinien für den Umgang mit den Plattformen aufstellen sollten. Gleichzeitig sollten Mitarbeiter für die Gefahren sensibilisiert und über die Grundlagen der Passworthygiene geschult werden.

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