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Krypto-Miner in Youtube-Ads entdeckt

(Grafik: Getmonero.org)

Ein in Youtube-Ads versteckter Krypto-Miner von Coinhive hat in den vergangenen Tagen sein Unwesen auf Nutzer-Computern getrieben. Google hat das Problem auf dem Schirm.

Der Krypto-Miner der Plattform Coinhive hat es seit seinem Launch im Herbst des vergangenen Jahres schon zu trauriger Berühmtheit geschafft. Die Computer mehrerer Hundert Millionen Nutzer sollen dank Coinhive und Co. unfreiwillig zu Schürfgeräten für Kryptowährungen wie Monero oder Ethereum geworden sein. Krypto-Miner sind schon in Amazons AWS-Cloud aufgetaucht. Auch WordPress-Seiten sollten zum Minen missbraucht werden. Jetzt haben Nutzer Krypto-Miner in Youtube-Ads entdeckt, wie Ars Technica berichtet.

Der entsprechende Javascript-Code war in den per Googles Doubleclick-Netzwerk ausgelieferten Werbeanzeigen enthalten. In 90 Prozent der infizierten Ads fand sich der Krypto-Miner von Coinhive. In den übrigen Fällen wurden selbsterstellte Javascript-Miner verwendet. Die Angreifer sparen sich dadurch die 30 Prozent Anteil an den Einnahmen, die Coinhive für die Nutzung seines Miners verlangt. Den Nutzern fiel das Ganze auf, weil ihre Antiviren- oder Adblocker-Software die Ausführung des Codes blockierte.

Krypto-Miner: Angriff per Youtube-Ads

Sicherheitsforscher von Trend Micro nahmen die Mining-Angriffe per Youtube daraufhin unter die Lupe. Demnach hat sich allein am Freitag wegen der Youtube-Mining-Kampagne die Zahl der entdeckten Mining-Versuche per Coinhive und Co. mehr als verdreifacht. Die infizierten Anzeigen sollen insbesondere in Japan, Frankreich, Taiwan, Italien und Spanien ausgespielt worden sein.

Coinhive in Youtube-Ads: Aktivität der Malvertising-Kampagne. (Grafik: Trend Micro)

Youtube hatten sich die Angreifer offenbar ausgesucht, weil die Nutzer dort vergleichsweise viel Zeit verbringen und ihre Rechner dadurch eine längere Zeit für die Angreifer schürfen können. Laut Trend Micro soll die entsprechende Kampagne schon seit dem 18. Januar gelaufen sein. Der Mining-Code soll unter anderem in gefakten Werbeanzeigen für Antivirenprogramme versteckt gewesen sein.

Google hat derweil auf die Meldungen der Nutzer und Sicherheitsforscher reagiert, die beanstandeten Ads entfernt und die dahinter stehenden Personen aus seinem Werbenetzwerk geschmissen. Allerdings erklärte ein Google-Sprecher gegenüber Ars Technica, dass die Anzeigen innerhalb von zwei Stunden vom Netz genommen worden seien. Das steht allerdings im Widerspruch zu den Berichten von Nutzern auf verschiedenen Social-Media-Webseiten und Foren, die über die vergangene Woche hinweg solche Krypto-Mining-Versuche beanstandeten.

Schutz vor Mining-Missbrauch

Vor dem Mining-Missbrauch schützen können sich Nutzer durch die Verwendung von Browser-Plugins wie Antiminer, Nocoin und Minerblock. Auch die großen Adblocker- und Antivirushersteller bieten entsprechende Lösungen an.

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