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Kryptowährung in Schweden geplant: E-Krone ab 2019 im Praxistest

Schwedens Reichsbank setzt auf eigene Kryptowährung. (Foto: Shutterstock)

Schweden ist mit seinen Plänen, eine eigene Kryptowährung einzuführen, offenbar einen Schritt weitergekommen. Ab 2019 soll die E-Krone einem Praxistest unterzogen werden.

Bargeld ist in ganz Skandinavien auf dem Rückzug. In Schweden etwa werden schon über 80 Prozent aller Transaktionen per Karte, Online-Bezahlung oder Handy-App abgewickelt. Die schwedische Reichsbank ist dabei, eine eigene Kryptowährung zu implementieren – als erste Zentralbank der Welt. Auch Estland denkt seit Längerem über eine eigene Digitalwährung nach. In Schweden soll nach einer längeren Prüfphase jetzt die nächste Stufe gezündet werden: Ab 2019 ist ein zweijähriger Praxistest geplant, wie die Tagesschau online berichtet.

Anonym bezahlen mit Schwedens neuer Kryptowährung

Bei dem Test sollen verschiedene Lösungen einer möglicherweise kommenden E-Krone ausprobiert werden – etwa Konten- oder rein wertbasierte Systeme auf Basis von Prepaidkarten. Damit wären wie bei Bitcoin und Co weitgehend anonyme Zahlungen möglich. Die Zentralbank würde hier aber sicher strenge Rahmenbedingungen einführen, um einem möglichen Missbrauch der Digitalwährung für kriminelle oder terroristische Zwecke vorzubeugen.

Hintergrund der Bemühungen um eine eigene Kryptowährung ist, dass die schwedische Zentralbank in einer weitgehend bargeldlosen Gesellschaft ein Stück weit die Kontrolle über den Zahlungsverkehr behalten und das Geschäft nicht ausschließlich in die Hände von Privatbanken abgeben will. Bisher funktioniert der bargeldlose Zahlungsverkehr ausschließlich mit sogenanntem Giralgeld, also von Geschäftsbanken zur Kreditvergabe geschöpften Mitteln, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärt.

Ein Komplettverzicht auf Scheine und Münzen ist laut bisherigen Informationen in Schweden künftig nicht geplant. Das Bargeld soll für Notfälle wie einen Ausfall der digitalen Geldsysteme zur Sicherheit erhalten bleiben.

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