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Künstliche Intelligenz: Viel Skepsis unter den Deutschen

Die Chancen, dass künstliche Intelligenz viele Probleme löst, sind durchaus gegeben. Dennoch sind viele Deutsche skeptisch. (Bild: Shutterstock)

Am Thema künstliche Intelligenz scheiden sich noch die Geister. Laut einer aktuellen Umfrage fürchten viele Deutsche vor allem die Risiken der neuen Technologie. Doch es gibt Bereiche, in denen KI durchaus willkommen ist. 

Auf der einen Seite bringt sie große Fortschritte, auf der anderen birgt sie schwer einschätzbare Risiken – die Rede ist von KI-Technologien und Machine Learning. Dies wird beispielsweise an selbstfahrenden Autos deutlich, die einerseits den Straßenverkehr viel sicherer machen können aber auf der anderen Seite teilweise unberechenbar sind. Die Deutschen stehen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz im Allgemeinen eher skeptisch gegenüber. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov. Repräsentativ befragt wurden 2000 Personen ab 18 Jahren mittels standardisierter Online-Interviews.

(Grafik: Yougov)

Künstliche Intelligenz wird von Jüngeren mehr befürwortet

Knapp jeder Zweite (45 Prozent) nimmt zwar ein ausgeglichenes Nutzen-Risiko-Verhältnis wahr, ein Viertel (26 Prozent) bewertet das Risiko allerdings als höher, nur 15 Prozent hingegen sehen den Nutzen höher. Vor allem unter älteren Befragten finden sich tendenziell mehr Skeptiker. Während die Millennials (18-36 Jahre) eher eine ausgeglichene Wahrnehmung von Nutzen (18 Prozent) und Risiko (22 Prozent) haben, sind die Baby Boomer deutlich ängstlicher (13 Prozent sehen Nutzen, 29 Prozent Risiko).

Ablehnung gibt es vor allem in Einsatzbereichen, die gerechtigkeitsrelevant sind. Hier zeigt beispielsweise ein Blick auf die Aufgaben, die Maschinen mit künstlicher Intelligenz übernehmen könnten, ein differenziertes Bild: Große Ablehnung gegenüber KI herrscht in Bereichen, in denen Menschen bewertet werden. Drei Viertel (77 Prozent) sitzen bei einem Vorstellungsgespräch lieber einem Menschen gegenüber und lehnen auch die Auswahl eines Bewerbers für einen Arbeitsplatz durch Maschinen ab (73 Prozent), obwohl menschliche Beurteilung Raum für irrelevante Kriterien und Verzerrungen wie beispielsweise Sympathie oder „Vitamin B“ gibt.

(Grafik: Yougov)

Ein weiterer Bereich, in dem künstliche Intelligenz den Deutschen Angst macht, sind kriegerische Auseinandersetzungen. Die Steuerung von Waffensystemen im Krieg würde ein Großteil (71 Prozent) nicht in die Hände von künstlicher Intelligenz geben wollen. Weniger Probleme haben die Deutschen dazu im Vergleich mit autonomen Autos (52 Prozent). Dies mag auch daran liegen, dass das Thema durch die rege mediale Berichterstattung zwischenzeitlich verhältnismäßig vertraut ist und es bereits praktische Erfahrungen mit Produkten wie den Autos von Tesla gibt. Am wenigsten Probleme haben die Befragten mit der Vorstellung, dass einfachere Berichte, wie solche über ein Fußballspiel (45 Prozent Befürwortung) oder Aktienkurse (49 Prozent Befürwortung), von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Wobei es sich hierbei auch teilweise noch um fortgeschrittene automatisierte Verfahren handelt, bei denen der KI-Faktor vergleichsweise gering ist.

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