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Mit künstlicher Intelligenz: Google macht jetzt Tierschutz

(Foto: Shutterstock)

Google hat ein neues Feld für sich entdeckt. Mithilfe eines riesigen Netzwerks an Wildkameras überwacht der Konzern die Population verschiedener Tierarten. Eine KI klassifiziert die Tiere auf den Aufnahmen.

Mit einem auf künstlicher Intelligenz basierenden Programm will Google Tiere in Zukunft besser schützen und zum Arterhalt beitragen. Unterstützung bekommt das Unternehmen dabei von Conversation International, einer Non-Profit-Organisation aus den Vereinigten Staaten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die weltweite Biodiversität an Pflanzen, Tieren und auch Landschaftsformen zu schützen.

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Das Programm nennt sich Wildlife Insights und verwendet künstliche Intelligenz und die Google Cloud, damit Naturschützer mehr als viereinhalb Millionen wild lebende Tiere überwachen können, ohne in ihren Lebensraum eindringen zu müssen. Dafür setzt das Programm auf Kamerafallen auf der ganzen Welt, um so auch zurückgezogen lebende und seltene Wildtiere zu erfassen. So vergrößert sich die vorhandene Datenbank nach und nach von selbst.

Dank der KI können die gesichteten Tierarten deutlich schneller identifiziert werden. Wie Google in einem Blogpost mitteilte, können menschliche Experten 300 bis 1.000 Bilder in einer Stunde durchschauen, die KI schafft in dieser Zeit etwa 3,6 Millionen Aufnahmen und klassifiziert die Tiere dazu noch automatisch. Die KI wurde auf insgesamt 614 verschiedene Arten geschult und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Tiere richtig zugeordnet werden, liegt aktuell zwischen 80 und 98,6 Prozent.

Auch interessierte Tierliebhaber haben Zugriff

Das Programm ermöglicht nicht nur Tierschützern den Zugriff auf die Bilder der Kameras. Alle Daten sind auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich und Interessierte können sich Fotos von Tieren aller Arten auf der ganzen Welt anschauen.

Es werden zwar auch Daten zum allgemeinen Standort der Tiere angezeigt, der genaue Standort wird jedoch nicht bekannt gegeben, vor allem zum Schutz der Arten. Diese geografischen Daten werden so weit verschleiert, dass der genaue Standort nicht mehr aus den öffentlich zugänglichen Daten ermittelt werden kann.

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2 Kommentare
Gunar Gürgens
Gunar Gürgens

Na wenn sie jetzt noch anfangen ihr Zahlungen an Klimaleugner zu beenden, dann könnte es fast glaubwürdig werden, dass Google sich tatsächlich um die Natur sorgt…

Antworten
Peter
Peter

Das ist Artenschutz, nicht Tierschutz.

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