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Kulturwandel bei Apple: iOS-Entwicklung mit stärkerem Fokus auf Qualität

(Bild: Apple)

Apples Software-Chef Craig Federighi hat im Januar auf die Update-Bremse getreten. Man wolle sich vom jährlichen Update-Zyklus für neue Features verabschieden – stattdessen erhalten Entwickler fortan ein Zeitfenster von zwei Jahren.

Apple kämpft seit Monaten mit Bugs und der Qualität der hauseigenen Software. Zuletzt musste das Unternehmen viel Kritik wegen zahlreicher, teils schwerwiegender Fehler einstecken. Apple bekundete selbst, dass die eigenen Kunden etwas Besseres verdienen würden. Bloombergs Mark Gurman hat in Erfahrung bringen können, wie Apple diesbezüglich vorgehen will.

iOS- und macOS-Entwicklung: Entwickler dürfen neue Features aufschieben

Wie Gurman aus Insiderkreisen erfahren haben will, werde Apple künftig eine neue Strategie bei der Software-Entwicklung fahren. Um einen stärkeren Fokus auf Qualität legen zu können, sollen Entwickler die Fertigstellung neuer Features auf ein späteres Update aufschieben können. So werden Aktualisierungen nicht übereilt und womöglich fehlerbehaftet ausgeliefert, nur um ein OS-Update zu veröffentlichen, das mit neuen Features vollgestopft sei.

Craig Federighi wünscht sich eine verbesserte Software-Qualität bei iOS 12 und macOS 10.14. (Foto: dpa)

Damit sei Schluss mit dem bisher festgelegten Entwicklungs-Zyklus von einem Jahr, der Entwickler unter Stress setze und womöglich Fehler produziere. Auch wenn wie gehabt mit jedem jährlichen iOS-Update neue Funktionen angekündigt werden, soll Entwicklern künftig ein Zeitraum von zwei Jahren zur Verfügung stehen, falls ein Feature nicht rechtzeitig zum Release eines großen Updates fertig werden sollte. Auf diesem Weg soll weniger Druck auf Entwicklern lasten, was sich positiv auf die Qualität der Funktionen auswirke. Entsprechend  sollen neue iOS-Features erst dann angekündigt, werden, wenn sie wirklich fertig seien, so Gurman.

Wir erinnern uns: Apple hatte für seine letzten iOS-Versionen stets Funktionen angekündigt, die es letztlich nicht in den finalen Release geschafft haben. Exemplarisch seien der Porträt-Modus für das iPhone 7 Plus, Airplay 2 und iMessage in der Cloud zu erwähnen. Diese wurden respektive werden erst mit Folge-Updates ausgeliefert.

Neue Strategie für iOS-Updates stelle Kulturwandel bei Apple dar

Apples neu auferlegte Strategie, Updates unter weniger Druck zu entwickeln, stellt laut Gurman einen regelrechten Kulturwandel dar. Denn bislang wurde stets dazu gedrängt, möglichst viele neue Funktionen in OS-Updates zu packen, um Apple-Fans zu begeistern und die Konkurrenz als langsam darzustellen. Bis zu einem gewissen Grad zahlte sich die bisherige Strategie aus, denn die vollgepackten Updates sollen Apple-Kunden bei der Stange gehalten haben.

iOS 12 könnte weniger featurebeladen als die Vorgänger sein. (Screenshot: Apple)

Dank des Kulturwandels werde Craig Federighis Team künftig mehr Zeit haben, um an neuen Funktionen zu arbeiten und sich auf Verbesserungen unter der Haube zu konzentrieren. Der neue Fokus solle sicherstellen, dass Apple seine Qualitätsversprechen, die es jahrein, jahraus macht, einhalten könne. Ebenso solle sichergestellt werden, dass neue Features auch zuverlässig und wie versprochen funktionieren.

Die erste OS-Version, die gemäß dieser Strategie veröffentlicht wird, soll iOS 12 sein. Erste Funktionen des größeren Updates werden höchstwahrscheinlich im Laufe der WWDC 2018 im Juni angekündigt. Als finale Version dürfte das Update im Herbst zusammen mit neuen iPhones erscheinen.

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