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Nicht normal: 3 ziemlich kuriose Jobs – einer ist noch zu haben

WTF-Level: Drei extrem kuriose Jobs – einer ist noch zu haben. (Foto: Shutterstock)

60 Tage im Bett rumliegen, Snoop Dogg die Blunts drehen oder morgens und abends das Nichtstun am Bahnhof abstempeln. Es gibt schon ein paar richtig kuriose Jobs.

Für viele Menschen sieht der Arbeitsalltag so aus, dass sie morgens ins Büro gehen und abends wieder nach Hause fahren. Dazwischen passieren hoffentlich Dinge, für die zu arbeiten es sich lohnt. Gute 99,999 Prozent der Jobs sind das, was wir als ganz normale Berufe bezeichnen würden: Projektleiter, Grafiker, Programmierer und Texter beispielsweise. Dazu zählen aber auch traditionelle Berufe wie Gärtner, Kindererzieher, Kassierer, Lehrer, Müllentsorger und Sozialarbeiter. Doch was sind die anderen 0,001 Prozent? Das sind Jobs, die weder normal, noch traditionell, sondern wesentlich skurriler sind, als es sich die meisten Menschen vorstellen können. Ein schönes Beispiel fand sich zuletzt in der Howard-Stern-Show, einer US-amerikanischen Radioshow, in der Rapper Snoop Dogg verriet, dass er einen „PBR“ angestellt habe – einen „Professionel Blunt-Roller“.

„Timing. Der Motherfucker hat unfassbar gutes Timing.“

Der „PBR“, so fand Moderator Howard Stern heraus, drehe Joints für den Musiker, weil der angeblich keine Zeit dafür habe. Das Supertalent der Person, deren Name nicht fiel, sei es, immer genau zu erkennen, wann Snoop Dogg eine sogenannte Sportzigarette gebrauchen könne. „Timing“, so der Rapper. „Der Motherfucker hat unfassbar gutes Timing“, erklärt Snoop Dogg. Dass das heutzutage viel wert sein kann, beweist der Multi-Millionär mit der Bezahlung, die bis zu 50.000 US-Dollar im Jahr und so viel Gras ausmache, wie derjenige rauchen könne – beziehungsweise vertrage bis die eigentliche Arbeit anfange, darunter zu leiden.

So neu und populär das Beispiel auch ist, an Kuriosität ist es sicher kein Einzelfall. Für Aufsehen sorgte auch eine Anstellung auf Zeit, die die Weltraumbehörden NASA und ESA in diesem Jahr ausschrieben und so manch einem Faulenzer wie auf den Leib geschneidert vorkam. Gesucht waren Männer und Frauen, die sich im Dienste der Wissenschaft ins Bett legten, um 60 Tage lang nicht mehr aufzustehen – nicht einmal, um sich zu erleichtern. Konkret geht es also darum, in den Tag hineinzuleben und im Zweifel mal die ganz dicken Bücher zu lesen oder das komplette Angebot von Netflix durchzugucken – und das für immerhin 16.500 Euro. Die „Bettruhestudie“, wie die Wissenschaftler sie nennen, solle die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper untersuchen. Inzwischen ist die Probandensuche abgeschlossen, wer den Job bekam, ist jedoch nicht bekannt. Das Experiment ist in vollem Gang.

Tu was du willst – skurriler Job auf Lebenszeit

Skurrile Jobs sind nicht selten Teil eines wissenschaftlichen Experiments, kommen jedoch auch häufig in Namen der Kunst vor. In den seltensten Fällen verbünden sich Wissenschaft und Kunst sogar. So geschehen in Schweden zu Beginn des Jahres. Das Künstlerduo Goldin+Senneby hat eine Bewerbungsphase für eine Anstellung ausgerufen, die zunächst ebenfalls wie gemacht für Faulenzer scheint, jedoch einer tiefgründigen Frage nachgehen will, von deren Antwort auch Gesellschaftsforscher profitieren. „Die Position beinhaltet keine Pflichten oder Verantwortlichkeiten“, steht in der Stellenausschreibung. Die Arbeit sei das, was der Angestellte tun will. Einzige Aufgabe: Das Tagwerk, wie auch immer es aussieht, muss morgens und abends am Bahnhof per Stechuhr ein- und ausgeläutet werden. Die Bezahlung ist nicht üppig, aber immerhin garantiert auf Lebenszeit. Das monatliche Einstiegsgehalt soll 2.046 Euro brutto umfassen und wird jährlich an die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst von Schweden angepasst.

Der Glückspilz erhält sogar Jahresurlaub und Rentenanspruch. Bewerbungen können ab 2025 eingereicht werden. Der Arbeitsbeginn ist 2026, sobald der derzeit im Bau befindliche U-Bahnhof seinen Betrieb aufnimmt. Ein Zweitjob ist untersagt. Was die Künstler damit erreichen möchten, liegt auf der Hand: Das Projekt soll zeigen, was für einen Einfluss ein Grundeinkommen auf das Leben eines Menschen habe. Ob er verlottert und vor Langeweile kaputt geht, oder ob er oder sie das Leben, das nicht mehr an Lohnarbeit geknüpft ist, mit sinnvollen Tätigkeiten ausfüllt. Interesse geweckt? Auch Nicht-Schweden können sich bewerben!

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