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Kursgewinn: Sonos-Aktien sind bei Börsenstart in New York gefragt

(Foto: t3n.de)

Der Lautsprecher-Anbieter Sonos durfte sich beim Börsenstart über starke Kursgewinne seiner Aktien freuen. Zuvor hatte die Firma allerdings den Ausgabepreis für die Anteilscheine gesenkt.

Ein kräftiger Kursanstieg um fast ein Drittel hat dem Lautsprecher-Anbieter Sonos doch noch ein versöhnliches Börsendebüt beschert – nachdem die Aktien günstiger als geplant verkauft wurden. Das Papier beendete den ersten Handelstag mit einem Plus von 32,73 Prozent bei 19,91 Dollar. Allerdings hatte die Firma aus Kalifornien den Ausgabepreis zuvor auch schon von der ursprünglich angepeilten Spanne zwischen 17 und 19 Dollar auf 15 Dollar reduziert.

Sonos-Chef: Allgemeine Skepsis bei Tech-Aktien

Der Anbieter vernetzter Lautsprecher nahm damit rund 208 Millionen Dollar ein, insgesamt wurde Sonos beim Börsenstart mit etwa 1,5 Milliarden Dollar (1,29 Mrd Euro) bewertet. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg vom Frühjahr hatte Sonos ursprünglich eine Bewertung von 2,5 bis 3 Milliarden Dollar angestrebt. Vorstandschef Patrick Spence machte im US-Sender CNBC die allgemeine Skepsis, die Anleger derzeit bei Tech-Aktien hätten, als Belastungsfaktor aus.

Sonos, gegründet 2002, ist ein Vorreiter bei vernetzten Lautsprechern für den gesamten Haushalt. Die Firma erkannte aber recht spät den aktuellen Trend zu sprachgesteuerten digitalen Assistenten in den Geräten. Dieser neue Markt wird von Amazons Echo-Lautsprechern mit der Assistenzsoftware Alexa beherrscht, während Google und Apple auf Aufholjagd gehen. Sonos integriert inzwischen Amazons Alexa-Software in den kleinen Lautsprecher One (Test) und in die neue Soundbar Beam (Test). Der Google Assistant soll bis Jahresende folgen.

Sonos-Geräte sind in 6,9 Millionen Haushalten registriert

Nutzer von Lautsprechern mit Sprachassistenten hörten unter anderem häufiger Musik, sagte Top-Manager Matthew Siegel der dpa. Während er sich nicht darauf festlegen wollte, ob alle neuen Sonos-Geräte künftig Sprachassistenten an Bord haben werden, seien sie eine wichtige Priorität.

Nach Zahlen vom Frühjahr wurden mehr als 19 Millionen Sonos-Geräte in 6,9 Millionen Haushalten registriert. Die Firma rechnet für die kommenden Jahre mit einem schnell wachsenden Markt durch die verstärkte Nutzung von Musik-Streamingdiensten und Sprachassistenten. In den sechs Monaten bis Ende März machte Sonos dem Börsenprospekt zufolge einen Gewinn von 13,1 Millionen Dollar, was einem etwa 14-prozentigen Rückgang im Jahresvergleich entspricht. Der Umsatz stieg indes um 18 Prozent auf knapp 656 Millionen Dollar.

Zum Handelsstart der Aktie unter dem Tickerkürzel „SONO“ läutete die traditionelle Glocke der Technologiebörse Nasdaq in einem bei Sonos entwickelten Ton. Die Nasdaq werde den neuen Sound künftig weiter nutzen, hieß es. dpa

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