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Kursschwankungen bei Tesla: Musk will den Autohersteller von der Börse nehmen

Elon Musk erwägt für Tesla den Rückzug von der Börse. (Foto: dpa)

Elon Musk hat angekündigt, Tesla möglicherweise von der Börse nehmen zu wollen – die Finanzierung dazu sei gesichert. Die Tesla-Aktie reagierte mit wilden Ausschlägen und wurde zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt.

In einer E-Mail an seine Angestellten hat Elon Musk am Dienstagabend seine Pläne, Tesla von der Börse zu nehmen, erläutert. Noch sei keine endgültige Entscheidung getroffen, das hänge vor allem von der Zustimmung der Anteilseigner ab. Aber Musk sieht das mögliche Börsen-Aus als vorteilhaft für die weitere Entwicklung des Elektroautobauers. Zum einen werde dadurch der Druck von dem Unternehmen genommen, Entscheidungen zu treffen, die zwar gut für das Geschäftsquartal, aber nicht für die langfristige Entwicklung seien. Darüber hinaus würde Tesla damit jene Aktionäre treffen, die seit langem auf einen Kursverfall wetten.

Alle Tesla-Aktionäre könnten sich entscheiden, ob sie das Kaufangebot von 420 US-Dollar pro Aktie annehmen wollten, schreibt Musk weiter. Das bedeutet einen Aufschlag von rund 20 Prozent auf den aktuellen Kurs, der seit Anfang August ohnehin schon zweistellig gestiegen war. Anderenfalls könnten die Investoren auch an Bord bleiben, wenn Tesla von der Börse genommen werde, so Musk – der Tesla-Chef bevorzuge dieses Modell. Die Tesla-Angestellten könnten weiterhin Anteile verkaufen. Außerdem ist es Musk laut dem Schreiben wichtig, dass Tesla und SpaceX nicht verschmolzen werden.

Tesla-Aktionären dürfte dieser Tag noch länger in Erinnerung bleiben. Die Anteilsscheine des Elektroautobauers sprangen am Dienstag um zeitweise über zehn Prozent in die Höhe. Der Handel mit der Aktie wurde aufgrund der Turbulenzen zwischenzeitlich ausgesetzt. Zunächst hatte ein Bericht der Financial Times für Aufsehen gesorgt, nach dem der saudi-arabische Staatsfonds in den vergangenen Monaten Tesla-Anteile in der Höhe von drei bis fünf Prozent gekauft hat. Das entspricht einem Volumen zwischen 1,7 und 2,9 Milliarden Dollar, wie das Handelsblatt berichtet.

Danach brachte Tesla-Chef Elon Musk mit einem Tweet noch mehr Aufregung an die Börse. Er überlege, Tesla zu einem Preis von 420 Dollar pro Aktie von der Börse zu nehmen. Die Finanzierung sei gesichert, schrieb Musk. Musk müsste dafür über 85 Milliarden Dollar in die Hand nehmen, schreibt Axios – inklusive Schulden. Musk hält derzeit einen Anteil an Tesla von knapp 20 Prozent.

Tesla-Chef Musk: Börsenpläne offenbar ernst gemeint

Musk erklärte in einem weiteren Tweet, er hoffe, dass alle aktuellen Investoren an Bord blieben, auch wenn Tesla sich von der Börse zurückziehe. Das könnte über einen speziellen Fonds geschehen. Investoren riet er zudem, bei 420 Dollar zu verkaufen, oder die Anteile nach dem Rückkauf zu behalten.

Musk ließ weiter durchblicken, dass ihm bei den Tesla-Börsenstopp-Plänen Dell als Vorbild vorschwebe. Dell-Gründer Michael Dell hatte den Konzern im Jahr 2013 gemeinsam mit Finanzinvestoren für rund 25 Milliarden Dollar gekauft und Dell von der Börse genommen. Allerdings will Dell jetzt, fünf Jahre später, zurück an die Börse.

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Erst Anfang August war der Tesla-Aktienkurs nach der Bekanntgabe des höchsten Verlusts der Konzerngeschichte in die Höhe geschossen. Für die positive Stimmung bei den Aktionären sorgte mutmaßlich vor allem Elon Musk selbst, der sich in der Investorenkonferenz betont zurückhaltend und positiv gab. Zuvor war durchgesickert, dass Tesla von einigen Zulieferern nachträglich Rabatte eingefordert hat. Beobachter deuteten das als Zeichen von Liquiditätsproblemen.

Ebenfalls interessant: Ein Tech-Bastler zerlegt das Tesla Model 3 und zeigt, was er gefunden hat

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2 Reaktionen
Martin Cymorek

Ihren Backlink-Aufbau könnten Sie zumindest etwas geschickter machen. Ich hoffe die t3n-Redaktion löscht solche Einträge schnell, da sie absolut nichts mit dem Thema zu tun haben!

Ich finde es gut das Tesla von der Börse gehen möchte. Irgendwann fängt ein Unternehmen an für die Anteilseigner zu arbeiten und diverse Entscheidungen werden getroffen, die für das Produkt nicht förderlich sind nur um Investoren zu befriedigen...

Was interessant für mich ist: Was hat der saudiarabische Staatsfond damit zu tun? Ob das nur Zufall ist?

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stolle

Die Links sind absichtlich alle mit rel="nofollow noopener" ausgezeichnet ;)

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