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Kurz nach Haltefrist: Ex-Uber-Chef Kalanick stößt Aktien ab

Travis Kalanick. (AP Photo/Paul Sakuma, File)

Kurz nach dem Ende der Haltefrist hat Uber-Mitgründer und Direktoriums-Mitglied Travis Kalanick erneut Aktien zu Geld gemacht. Er verkaufte Anteilsscheine im Wert von einer halben Milliarde US-Dollar.

Letzten Mittwoch endete die Haltefrist für frühe Investoren und Insider nach dem Uber-Börsengang im Mai. Typischerweise sinkt der Aktienwert zu diesem Zeitpunkt, weil die Börse mit größeren Verkaufswellen rechnet.

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Kalanick verkauft 20 Millionen Aktien trotz Flaute

Dennoch hat sich Uber-Mitgründer Kalanick zum Verkauf von über 20 Millionen Anteilsscheinen zu genau diesem Zeitpunkt entschieden. Der Gesamterlös soll sich nach CNBC-Informationen auf eine halbe Milliarde Dollar belaufen haben.

Trotz dieses massiven Verkaufes hält Kalanick immer noch 75 Millionen Aktien an der Firma, dessen CEO er einst war, bevor ihn Klagen wegen sexueller Belästigung und Diskriminierung zwangen, seinen Hut zu nehmen. Seinen Sitz im Direktorium, einer Mischung aus Vorstand und Aufsichtsrat in deutschen Unternehmen, hat er weiterhin inne.

Neues Kalanick-Startup baut Lieferrestaurants

Mit Cloudkitchens hat Kalanick inzwischen ein neues Startup gegründet. Cloudkitchens sucht Liegenschaften in strategisch gewählten Orten, mietet sie günstig und baut sie zu reinen Lieferrestaurants (sog. Cloud-Küchen) um. Teilweise vermietet das Startup die so entstehenden Restaurants an Gastronomen, teilweise betreibet sie sie selbst. Auch Uber Eats arbeitet inzwischen mit Cloudkitchens zusammen.

Es wird spekuliert, dass Kalanick für die weitere Expansion Geld brauchte und deswegen schnellstmöglich Anteile versilbern musste.

Saudi-arabisches Investment sorgt für Kritik

Auch bei seinem neuen Startup steht Kalanick in der Kritik, weil er ein Investment über 400 Millionen Dollar von einem saudi-arabischen Fonds eingeworben haben soll. Das ist in den Vereinigten Staaten nach dem Khashoggi-Mord zumindest mit einem Geschmäckle versehen. Es handelt sich dabei um den gleichen Fonds, der schon in Uber investiert ist, und für den ein Repräsentant im Uber-Direktorium sitzt.

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