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Ausbau der Ladeinfrastruktur: So laden Deutsche ihre E-Autos 2025

Ladesäule für E-Autos. (Foto: DavidSch/Shutterstock)

Eine VDA-Prognose gibt Einblick in die mögliche Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Deutschland bis 2025. Der Boom der E-Autos dürfte ausgerechnet vom Trend zum SUV beschleunigt werden.

Vor rund einem Jahr hat die Bundesregierung den Startschuss für das sogenannte „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ gegeben. Die E-Ladesäulen-Offensive wird mit 300 Millionen Euro gefördert, Ziel sind 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland. Das dürfte allerdings bei Weitem nicht ausreichen, wenn die Autobauer ab 2020 ihre E-Auto-Flotten auf die Straße bringen. Prognosen des Verbands der Automobilindustrie (VDA), die dem Branchendienst Electrive.net vorliegen, geben jetzt einen Einblick in den möglichen Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Schnellladesäule für E-Autos von XCharge. (Bild: XCharge)

Der VDA diskutiert dabei die Zahlen der „Alternative Fuel Infrastructure Directive“ (AFID) der EU-Kommission sowie der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ (NPE). Dabei geht es um das erwartete Verhältnis von Ladepunkt zu Bestandsfahrzeugen. Die AFID rechnet mit einem Verhältnis von 1:10 für AC (Wechselstrom) und 1:100 für DC (Gleichstrom). Die NPE rechnet für das Jahr 2020 mit einem Verhältnis von 1:14 und 2025 von 1:16,5 für Wechselstrom und 1:143 beziehungsweise 1:193 für Gleichstrom.

Die Kosten für die einzelnen Ladesäulen sollen in den kommenden Jahren sinken. Ab 2020 sollen 150-Kilowatt- statt 50-Kilowatt-Säulen zum Mindeststandard werden. Ein solcher Ladepunkt soll 2025 noch 80.000 Euro kosten. Derzeit werden 100.000 Euro fällig. Für Privatkunden sollen die Kosten für eine Wallbox inklusive Installation laut den Prognosen von derzeit 2.000 auf 1.650 Euro sinken. Allerdings ist denkbar, dass gerade die Kosten für die einzelnen Säulen angesichts möglicher Fortschritte bei der Technologie weitaus deutlicher sinken werden.

E-Autos: Ladeinfrastruktur in Deutschland noch dürftig

Insgesamt rechnet die AFID damit, dass im Jahr 2025 rund 208.000 öffentliche Ladepunkte benötigt würden, um den Bedarf der Elektroauto-Besitzer zu decken. Die NPE erachtet hier nur knapp 144.000 Ladesäulen für notwendig. Dementsprechend ergibt sich laut Electrive.net ein Investitionsbedarf zwischen 1,6 und 2,5 Milliarden Euro. Derzeit sieht es mit den Ladesäulen in Deutschland eher noch düster aus. In manchen Großstädten kamen im Herbst noch über 50.000 Einwohner auf eine einzelne Ladesäule für Elektroautos.

Diese Elektroautos gibt es schon in Deutschland – oder sie erscheinen bald
Audi Q6 e-tron. (Foto: Audi)

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Interessant ist, dass ausgerechnet der Trend hin zum SUV und weg vom Dieselmotor mit ausschlaggebend für eine Beschleunigung des Elektroauto-Booms ist. Dahinter stecken natürlich auch die Vorgaben der EU, aber auch rigide Regelungen in China als Treiber. Für Autobauer dürften die angekündigten Strafzahlungen Grund genug sein, noch stärker auf elektrisch betriebene Autos und Plugin-Hybride zu setzen.

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