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Laser-Update für Satelliten: Starlink-Ausbau soll in 3 Wochen weitergehen

Bald geht es weiter. (Foto: SpaceX)

Lesezeit: 2 Min.
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Seit Juni hat SpaceX keine neuen Starlink-Satelliten mehr in den Orbit gebracht. Das liegt hauptsächlich daran, dass SpaceX nur noch die neue Generation mit Laser-Links deployen will.

Vor der noch andauernden Unterbrechung hatte SpaceX in der ersten Hälfte des Jahres 2021 eine aggressive Startkampagne betrieben. Damit besteht die Starlink-Konstellation inzwischen aus mehr als 1.600 Satelliten. Pro Start wird der Satellitengürtel um etwa 60 Satelliten erweitert. Allein im Mai hatten vier Starts stattgefunden. Die aktuelle Genehmigung erlaubt es SpaceX, das Starlink-Netz auf bis zu 4.408 Satelliten zu erweitern. Der weitere Ausbau ist bereits beantragt.

Ein wesentliches Feature des Satelliten-Netzes bestand von vornherein darin, dass die Satelliten die Daten untereinander per Laser-Link weiterleiten können. So wäre die Datenübertragung nicht auf Bodenstationen angewiesen, was insbesondere für Gegenden wichtig ist, in denen keine Bodenstationen errichtet werden können, aber auch ansonsten ganz generell Latenzen reduziert. Denn die Daten müssen nicht im Zweifel mehrfach zwischen Satelliten und Erde hin- und hergeschickt werden, um letztlich ihr Ziel zu erreichen.

Tatsächlich hatte SpaceX dieses Feature aber bislang nicht verbaut. Erst im Januar 2021 wurden erstmals zehn Starlink-Satelliten mit Laser-Crosslinks gestartet und in die polare Umlaufbahn gebracht. Künftig will SpaceX ausschließlich Satelliten in den Orbit schicken, die über die Laser-Verbindung verfügen.

Diese Grundsatzentscheidung sei der Grund, dass es eine Startpause bei der Breitband-Satellitenkonstellation gegeben habe, so SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell auf dem Space-Symposium in Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado am 24. August. Der nächste Launch sei in „ungefähr drei Wochen“ zu erwarten.

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Kosten des Benutzerterminals müssen noch sinken

Unzufrieden ist Shotwell noch immer mit dem Preis der Nutzerterminals. Den muss SpaceX noch immer stark subventionieren, weil die Herstellungskosten höher seien, als „es sich der durchschnittliche Nutzer leisten kann“. Vor der Einführung des Service hätte SpaceX alle Kostenelemente in den Griff bekommen – nur die Kosten des Benutzerterminals nicht.

Allerdings sei das Unternehmen inzwischen auch hier auf einem guten Weg. Bis zum Jahresende werde man durch eine neue Version des Benutzerterminals die Herstellungskosten wohl halbieren können. „Und dann denken wir, dass wir in der Lage sein werden, die Kosten noch einmal zu halbieren“, zeigte sich Shotwell optimistisch. Problematisch könnte der Zeitplan allerdings durch die allgemeine Knappheit an Halbleitern doch noch einmal werden. Auch der Zeitplan der Satellitenstarts könnte durch einen Mangel beeinflusst werden. Flüssiger Sauerstoff, der auch als Treibstoff für die Raketenstarts benötigt wird, ist in der Coronapandemie nicht immer im Überfluss vorhanden.

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