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LattePanda: Windows-10-Bastelcomputer soll dem Raspberry Pi Konkurrenz machen

LattePanda. (Foto: Kickstarter/LattePanda)

Ein Bastelcomputer mit Intel-Prozessor und vorinstalliertem Windows 10 – das ist LattePanda. Der Mini-PC für Entwickler und Bastler sucht derzeit per Kickstarter nach finanzieller Unterstützung und ist dort schon ab 74 Euro zu haben.

LattePanda: Hardware für Windows-Entwicklergemeinde

Der LattePanda soll nur der Anfang sein: Das gleichnamige chinesische Entwicklerteam hat offenbar viel vor, wie es bei Kickstarter schreibt. Ziel ist es demnach, eine Hardware-Community rund um Windows-Entwicklungen aufzubauen. Den Start macht jetzt erst einmal der Mini-PC LattePanda, der dank vorinstalliertem Windows 10 Home ein vollwertiger Computer sein soll – und das für umgerechnet 74 Euro.

LattePanda soll Windows-10-Computer ersetzen können. (Foto: Kickstarter/LattePanda)
LattePanda soll Windows-10-Computer ersetzen können. (Foto: Kickstarter/LattePanda)

Der LattePanda basiert auf einem Intel-Atom-Prozessor mit vier Kernen, die jeweils mit 1,8 Gigahertz getaktet sind. Dazu gibt es je nach Modell zwei oder vier Gigabyte RAM und 32 oder 64 Gigabyte Speicher. Ein 100-Megabit-Ethernet-Anschluss steht ebenso zur Verfügung wie WLAN und Bluetooth 4.0. Darüber hinaus hat der Mini-PC einen USB-3.0- und zwei USB-2.0-Ports. Einen Bildschirm kann man über HDMI anschließen eine Verbindungsmöglichkeit für einen Touchscreen gibt es auch. Über die 3,5-Millimeter-Buchse können Audiosignale ausgegeben werden.

LattePanda: PC-Zwerg mit Windows 10 Home

Mit dem Bastelcomputer sollen den Entwicklern zufolge so nicht nur Microsoft-Office-Dokumente erstellt, sondern auch HD-Videos abgespielt und Windows-Apps gestartet werden können – wie bei einem normalen PC, so das Versprechen. Neben Windows 10 sollen weitere nützliche Programme wie Visual Studio, NodeJS oder Java an Bord sein. Für Entwickler dürften zudem der Arduino-kompatible Prozessor und die Möglichkeit, verschiedene Sensorsteine zu verbauen, von Interesse sein. Der LattePanda ist etwa neun mal sieben Zentimeter groß.

LattePanda. (Bild: Kickstarter/LattePanda)

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Für die noch bis 16. Januar 2016 laufende Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter haben die Entwickler ein Finanzierungsziel von 100.000 Pfund ausgerufen. Bisher sind schon 41.000 Pfund zusammengekommen, die Early-Bird-Angebote sind schon vergeben. Derzeit zahlen Unterstützer für die Standardversion des LattePanda umgerechnet knapp 74 Euro. Der Versand soll im März 2016 erfolgen.

via www.golem.de

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2 Reaktionen
Bewegung im Markt

Ich glaube mein RasPi-1 mit SingleCore spielte FullHD-h.264-Kamera-Videos stressfrei am HDMI-Ausgang ab ohne das man einen Codec kaufen musste. Darauf wird in den Berichten leider zu wenig hingewiesen. Für mpeg2-TV-Aufnahmen braucht man wohl die Kauf-RasPi-Codecs wenn man nicht konvertieren will oder am BluRay-Player abspielt.
Der neue Raspi liegt nackt bei 5 Euro, mit Netzteil usw. eher bei 20 aber immer noch weit besser als Windows-80-Euro-Angebot wo es auf ARM-Seite zu viele Konkurrenz gibt.

Wegen Elster, Homecontrol und anderer proprietärer Systeme usw. brauchen viele leider noch Windows. Auch die meisten Scanner und viele Drucker laufen mit Linux nicht immer stressfrei oder überhaupt nicht... :-(
BluRays mastern und vieles andere gibts leider oft nur teuer für MacOS oder halt z.b. für .NET. Es gibt also leider immer leider noch Gründe Intel-Windows leider nutzen zu müssen.
ARM-Windows ist evtl so ein Miserfolg wie MIPS-Windows-NT(?) (die Geschichtsbücher berichten die Existenz vielleicht nicht einmal mehr!) . Aber dieser Rechner basiert wohl auf x86-Intel ist aber im Prinzip das teure Modell welches Schmidt dem RasPi-Chef ausgeredet hat:
https://t3n.de/news/google-raspberry-pi-661323/

Er hat wohl nur 100 Mbit was angesichts USB-3 nicht mehr zeitgemäß ist und Netzübertragungen auf 10MByte/sek limitiert obwohl die aktuellen SD-Karten 48Mbyte/sek machen und damit USB-2 (480Mbit/sek) recht gut auslasten aber 100-Mbit-Ethernet es dann auf ein Viertel drückt, was man sofort merkt. Ob die U-2-SD-Karten mit extra-Pins sich durchsetzen weiss ich nicht, aber heute schon auf Ethernet viel langsamer zu sein als normal käufliche 32-GByte-(micro)SD-Karten ist sehr schlecht.

Auch sollte man zumindest 2.5k-Displays ansprechen können und nicht nur FullHD. Vor einem halben Jahr hatte ct schon einen Artikel wie man sinnvoll UHD-1-TVs mit 4k als Monitor-Ersatz einsetzen kann... 4k ist der Standard so wie es USB-C (egal ob USB3.1 5GBit/sek oder 10GBit/sek oder nur 480MBit/sek) eigentlich jetzt schon ist. Speziell weil Intel wohl beteiligt war und bei Geräten mit Zillionen-Zielmarkt den Mainstream voll bedienen sollte. Ein 5-Euro_Gerät kauft man neu. Eins für 60 muss man länger für Sparen. Die Armut und Lebensmittel-Gutscheine (und nicht etwa Grundeinkommen) sind in USA täglich normal und betreffen Zillionen so wie auch hier. Die Zielgruppe sind ja nicht die kewlen reichen Studenten-Kids aus den Surface-Werbe-Videos sondern Schüler die keine Bezahl-Schulen bezahlen können und immer noch glauben, das man als Techie auskömmlich leben kann.

Wie schon die ersten Nexus mit absichtlichen Nachteilen (keine SD-Karte) oder die teuren Surface die sich fast nur Firmen leisten können, könnte es ein Trick sein um Referenz-Ausstattungen und Referenz-Preise für Win10-günstig-Geräte festzulegen.
Denn ohne die Nexus hätten manche Android-Phone-Hersteller dieselben Preise wie Apple genommen aber miese Ausstattung geliefert. Durch Google-Nexus wurden ehrliche Preis/Leistungs-Kombinationen auf der Preis/Ausstattungs-Landkarte definiert. Durch die teuren Surface kann jeder Hersteller Konkurrenz-Produkte für Bürger billiger anbieten. Firmen, Behörden, Verwaltungen, Schulen, Ministerien und reiche Leute kaufen dann M$ (was M$ sich wohl wünscht) und das Volk die günstigeren Alternativen.

Kritiker sollten mal zusammenrechnen was man für einen RasPi (den für $5 und den normalen für $30) braucht damit er ähnlich ausgestattet ist und dann ist man zwar immer noch niedriger als der LattePanda aber auch nicht so weit weg davon vermute ich mal.
Bluetooth und WiFi kosten schon 10 Euro ? Gehäuse ? Netzteil ? RasPi-RAM ist sowieso wohl weniger.

Interessant ist vielleicht der Touchscreen-Connector. Insellösungen verkümmern und kommen seit Jahrzehnten nicht weit wie man an ZigBee und ZWafe und den zig verschiedenen Home-Control-Systemen erkennen kann wohingegen fast alle modernen Autos einen iPhone-Andocker haben und USB und HDMI ganz normal sind.
Wenn also günstige Touchscreens erhältlich werden und nicht überteuerter Nischen-Krams oder z.b. Sensoren für $20 wofür man den Sensor inclusive Display im Supermarkt bekommt, wäre LattePanda zu danken.

Antworten
Nerd6

Ein Mini-PC mit Windows 10 hat genau welche Vorteile?
Er ist teurer wegen der Windows-Lizenz und braucht mehr Ressourcen damit Windows überhaupt läuft. Man benötigt wahrscheinlich kostenpflichtige Treiber und Entwicklungssoftware und kann nicht auf eine so reichhaltiges Open-Source-Angebot wie unter Linux zurückgreifen.

Warum also nicht gleich Linux nehmen und sich den ganzen kostenpflichtigen Kram und Ressourcen-Verschwendung sparen?

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