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Laut Audi-Manager: Elektroautos müssen „mindestens 500 Kilometer“ Reichweite haben

Audi E-Tron-Sportback-Concept. (Bild: Audi AG)

Audi-Manager Nikolai Ardey sieht eine minimale Reichweite von 500 Kilometern, damit Elektroautos attraktiv werden. Damit widerspricht Ardey dem Streetscooter-Gründer Günther Schuh.

In einem Zeitungsinterview hatte der Mitgründer des populären Streetscooter, Günther Schuh, erklärt, dass batteriegetriebene Autos nicht weit und schnell fahren müssten. Zumindest für den innerstädtischen Verkehr seien kleinere Batterien und eine Reichweite von 150 Kilometern ausreichend, so Schuh. Ganz anders sieht das Nikolai Ardey, der bei Audi für die Antriebsentwicklung verantwortlich ist. Bei der Reichweite müsse der Anspruch „mindestens 500 Kilometer“ sein, sagte Arday der Motortechnischen Zeitschrift. Geringere Reichweiten sieht Arday als Argument gegen Elektromobilität.

Bis 2025 soll jeder dritte verkaufte Audi ein Elektroauto sein. Bisher hat der deutsche Autobauer lediglich Hybridfahrzeuge mit begrenzter Elektroweite im Angebot, wie ecomento.de berichtet. Noch in diesem Jahr soll sich das ändern, denn Audi will Ende 2018 seinen Elektro-SUV E-Tron auf den Markt bringen. Online-Konfigurator und Reservierungsmöglichkeiten sollen in den USA am 17. September freigeschaltet werden. Das E-Auto soll über 500 Kilometer weit mit einer Akkuladung kommen, der E-Tron entspräche also den Vorgaben von Audi-Manager Arday. Kostenpunkt für deutsche E-Tron-Kunden: ab 80.000 Euro.

Elektroautos: Audi sieht sich als Premiumhersteller im Vorteil

Als Premiumhersteller sieht sich Audi laut Ardey im Vorteil auf dem Markt für Elektroautos, etwa was „Kostenstrukturen und Preiserreichbarkeit“ angehe. Geringe Reichweiten, ein Mangel an Schnellladestationen und die hohen Kosten seien die wichtigsten Faktoren, die das Interesse an E-Autos derzeit noch hemmten. Arday prognostiziert für die kommenden Jahre aber deutlich sinkende Preise – diese sollen sich dann ungefähr im Bereich von Autos mit Verbrennermotor bewegen.

Blick ins Innere des Audi E-Tron
Prototyp des Audi E-Tron: Blick ins Innere. (Bild: Audi AG)

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Dass günstige Elektroautos – abseits der traditionellen Autoindustrie – schon jetzt möglich sind, beweist der oben erwähnte Streetscooter- und Ego-Mobile-Gründer Schuh. Bei der Produktion seiner Fahrzeuge würden Millionen gespart, etwa weil Streetscooter Aluminiumprofile statt tiefgezogener Karosserieteile verwende und statt Lackierung eine Außenhaut aus Thermoplasten zum Einsatz komme, wie Schuh der taz sagte. Die Montagekosten seien dadurch nur halb so hoch wie bei klassischen Herstellern.

Diese Elektroautos gibt es schon zu kaufen
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Ebenfalls interessant: Diese Elektroautos gibt es schon in Deutschland – oder sie erscheinen bald

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12 Reaktionen
Dennis

Also quatschen zwei Kasper miteinander wie blinde über Farben.
150Km Reichweite? Als Zweitwagen kein Problem, aber werkamn sich das leisten?
Also ist Herr Geh. Schuh schonmal raus aus der deutschen Mittelschicht.
Audi will 2025 wieviel % an E-Autos verkaufen?
Hmmm, Tesla vekauft 2018 schon 100% davon.
Der ewig gestrige kann froh sein wenn solange nich Verbrenner verkauft werden dürfen, wenn nicht jammerts bestimmt ein wenig wie die Hufschmiede als sie weniger Hufe zu beschlagen hatten.
Meine Fresse, entweder raffen sie es oder nicht, es gibt nur noch einen Weg und der ist Elektro.
Das zu akzeptieren ist ja keine Pflicht, Nokia war ja auch der Meinung das Touchscreen nicht ankommt.
Lasst uns zusammen in 10 Jahren über alle schmunzeln die nich Geld in die Weiterentwicklung von Verbrennern gesteckt haben und damit Pleite gehen.
Grüße

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Heinrich

Die Zukunft ist Elektroantrieb, keine Frage. Aber eben nicht heute schon. Die heutige Technologie lässt schlichtweg nicht zu, was wir gerne hätten. Bezahlbar - komfortabel - alltagstauglich. Heute sind nur 2 von 3 dieser Aspekte gleichzeitig umsetzbar, während moderne Verbrenner alles drei beherrschen.

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Ralf Spachmann

Doch ist es... Beispiel Nissan leaf 2

Michael Wend

Audi muss das so sehen, den für kleine Stadtautos braucht niemand Audi. Mein Zweitwagen ist jedenfalls weg wenn es ein kleines elektrisches 150km Stadtauto für 10.000€ gibt.

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M.Löffler

Na klar, ich mache mir die Sache leicht, denn in unserem Haushalt gibt es 3 Autos und eines davon bleibt zur Zeit noch ein großer schwer Verbrenner für lange Strecken und für den Anhängerbetrieb. Der fährt inzwischen allerdings nicht mehr 35.000 km / Jahr sondern nur noch ca. 7.500 alles andere fahren wir elektrisch. Und AS geht mit einem E-UP (ca. 100 km Praxis Reichweite u. Schnellader 16.000 km / Jahr) sowie einem Smart for2 (ebenfalls ca 100 km kein Schnellader20.000 km / Jahr) sogar komfotabler als zuvor. Reichweite ist also wirklich nur für die Langstrecke überhaupt relevant.

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Jofy

Herr Schuh ist auf dem richtigen Weg, die meisten Menschen fahren mit ihren Autos nur kurze Strecken, zur Arbeit, zum Einkaufen usw.. Menschen die weitere Strecken fahren werden sich andere Autos kaufen. Es ist ein Umdenken nötig. Günstiges E Auto für kurze Strecken, lange Strecke mit Hybrid oder Bahn u. Bus....

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Peter

Der erste Kommentar klingt sehr vernünftig. Ich persönlich finde dass ein 2,5 Tonnen SUV mit Allradantrieb nicht unbedingt elektrisch betrieben sein muss. Das macht so und so keinen Sinn
Wir wohnen am Stadtrand mit PV am Dach. Wir haben einen ThinkCity aus dem Jahr 2011 mit reellen 160 km (hat bereits 100.000km gefahren) für kleine Besorgungen und Verbrenner für lange Strecken (7 Sitzer). Es ist erstaunlich wie selten die weiten Strecken im Verhältnis zu Kurzstrecken sind. Für die Kurzstrecken braucht man auch keine Schnellladung, abgesehen von der Belastung für den Akku. Ein Tesla braucht schon des Gewichts (und Extras) wegen beinahe den doppelten Sprit - pardon die doppelte Energie. Bin gespannt wohin die Reise geht (Verkehrskonzepte), aber meiner Meinung nach sind e-SUV mit 500km und mehr ökologisch der falsche Weg.

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Heinrich

Da haben Sie natürlich ideale Bedingungen vorliegen. Der Städter kann schlichtweg nirgens laden - und das sollte die Zielgruppe emobility sein, denn in den Städten hat der Verbrenner die meisten Nachteile.

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Bodo dos Santos

Ich denke beide haben Recht, letztlich kommt es auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers an. Wer in der Stadt lebt und arbeitet, für den dürfen 150 km ausreichend sein, wer jedoch größere Strecken zurück legen muss hat dann ein Problem.
Letztlich müssen wir das gesamte Verkehrskonzept neu denken, sonnst ersticken wir im Verkehr. Öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und Carsharing Angebote sind für mich da die beste Lösung. Wir müssen dabei eben von unserem Statusdenken wegkommen.

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Redlin, Stefan

Meist liegt die Wahrheit in der Mitte. 100 Km zu wenig 500 schon hoch gegriffen, macht Mitte= 300+. So gäbe es bezahlbare Mobilität für so gut wie alles. Entscheidender ist die Fahrzeug-Gattung. Wo bleibt des Deutschen liebster Kombi?

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EVfahrer

Durch 500km Reichweite werden die heutigen EVs teuer und schwer, dann schimpfen wieder alle und keine kauft sie. Es gibt mittlerweile ein akzeptables Schnellladenetzt auch in D, bei Tesla ja schon lange. Wenn die deutsche Autoindustrie endlich mal was machen würde statt nur 2 (!!!) Schnellademöglichkeiten in ganz D aufzustellen wären wit auch schon weiter. Es ist also wichtig ein EV zu kaufen und zu bauen das schnell laden kann. Mit meinem BMW i3 fahre ich quer durch die Republik und lade alle 250km eine halbe Stunde während einer Pause. Das ist doch OK und machbar.

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Dennis Smith

150 Km ist zu Wenig, 500 kM ist heute noch zu übertrieben, wichtig ist das Die ladezeit Relativ schnell sein muss ca.15 Min. wären Ideal bei 350 Km - 400 Km Reichweite. So nimmt man sich wenigsten mal ne Pause Zwischendurch ;-)

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