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Laut einer Studie lässt sich Bitcoin-Kurs per Google-Suchanfragen erahnen

Eine neue Yale-Studie zeigt, dass man die Kurssteigerungen der Krypto-Währung mit Google und Twitter besser einschätzen kann. Und vielleicht sogar den ein oder anderen Kursabsturz erahnen. (Bild: Shutterstock)

Eine neue Yale-Studie zeigt, dass man die Kurssteigerungen der Krypto-Währung mit Google und Twitter besser einschätzen kann. Und vielleicht sogar den ein oder anderen Kursabsturz erahnen.

Wenn man früh genug in Bitcoin investiert hätte, wäre man jetzt reich. Vorausgesetzt, man hätte die digitale Wertanlage nicht schon zwischendurch wieder panisch verkauft, in einem der vielen Kursstürze. Vielleicht hätte man dann aber auch gleich wieder welche gekauft. Und beim nächsten Crash wieder verkauft?

Neben der Politik von Donald Trump gibt es wenig Dinge, die so einflussreich sind und so stark schwanken wie der Kurs des Bitcoin. Wie wenig der Bitcoin-Kurs mit traditionellen Wirtschaftsfaktoren und wie viel er mit Hype und Stimmung zusammenhängt, zeigt eine neue Studie der Yale-Wissenschaftler Yukun Liu und Aleh Tsyvinski.

2 Faktoren beeinflussen den Preis: Momentum und Aufmerksamkeit

Die Ergebnisse von Liu und Tsyvinski stützen sich dabei auf die Kursdaten von rund sieben Jahren. Faktoren, die für klassische Währungen und Edelmetalle wie Gold interessant sind, so die Yale-Forscher, lassen den Bitcoin kalt. Statt dessen identifizieren sie aber zwei andere Faktoren, die den Preis beeinflussen: Aufmerksamkeit und Momentum, also sozusagen der Schwung, mit dem der Kurs gerade steigt oder fällt.

  • Momentum Von Preissteigerungen an einem Tag, so die Forscher, könne man demnach Rückschlüsse auf die Preisentwicklungen in der nächsten drei bis sechs Tagen schließen. Aus der tatsächlichen Preisentwicklung über eine Woche ließe sich auf die Preisentwicklung der nächsten zwei bis drei Wochen schließen. Die Krypto-Währungen Ether und Ripple, so die Studie, sind nicht so stark vom eigenen Momentum abhängig.
  • Aufmerksamkeit Dass der Bitcoin-Preis stark mit der Aufmerksamkeit korreliert, die die Kryptowährung erfährt, dürfte Beobachter wenig überraschen. Liu und Tsyvinski haben diese Aufmerksamkeit-Preis-Abhängigkeit allerdings in neue Zahlen gefasst: Steigen die Suchanfragen nach Bitcoin auf Google um eine Standardabweichung, ist laut den Forschern mit einem Preisanstieg von 2,75 Prozent in den nächsten Wochen zu rechnen. Steigt hingegen die Erwähnung von Bitcoin um eine Standardabweichung auf Twitter, ist mit einem Preisanstieg von 2,5 Prozent in den nächsten Wochen zu rechnen.

Wird viel nach „Bitcoin Hack“ gesucht, sinkt der Kurs

Aufmerksamkeit kann allerdings auch nach hinten losgehen: Steigt die Zahl der Erwähnungen und Suchanfragen des Begriffs „bitcoin hack“ um eine Standardabweichung, droht der Kurs über die nächsten Wochen zu sinken.

Salopp könnte man die Ergebnisse auch so runterbrechen: Wenn der Kurs steigt, dann steigt er erstmal. Wenn er fällt, dann fällt er erstmal. Wenn die Krypto-Szene Angst davor hat, dass er noch weiter fällt, fällt er wohl auch noch weiter. Wenn die Szene glaubt, dass er steigt, steigt er wohl noch weiter. Das ist nicht besonders überraschend. Aber zumindest können wir damit sagen, dass der Bitcoin-Kurs verlässlicher ist als Donald Trump. Da kann man die politische Richtung nicht per Standardabweichung der Tweets berechnen, das scheint komplizierter zu sein.

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Eine Reaktion
h3h3xd

Welchen Mehrwert bieten die Trump Sprüche?...

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