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Lego aus dem 3D-Drucker? Das denken die Spielzeugmacher über den Trend

Lego. (Foto: Rob Young / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Legosteine aus dem 3D-Drucker werden wir auf absehbare Zeit nicht bekommen. Dennoch ist der Konzern dabei, seine Chancen auf dem noch jungen Markt auszuloten.

3D-Druck: Lego will den Trend nicht verschlafen. (Foto: Chris Breeze / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
3D-Druck: Lego will den Trend nicht verschlafen. (Foto: Chris Breeze / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Lego: Wie ein Spielzeughersteller auf der Höhe der Zeit bleibt

Die ersten Legosteine stellte der dänische Konzern bereits 1949 her. Seitdem haben Generationen von Kindern ihre baulichen Fähigkeiten an den kleinen Plastikklötzchen trainiert. Während der Spielzeugmarkt im letzten Jahr stagnierte, weil auch die Kleinen heute mehr und mehr auf Tablets und Smartphone spielen, konnte der Trend Lego wenig anhaben. Das Unternehmen hatte die Zeichen der Zeit früh erkannt und neben den traditionellen Baukästen auch Videospiele, Apps, verschiedene Web-Projekte und eigene Cartoons mit seinen ikonischen Figuren und Blöcken produziert.

Während der animierte Lego-Kinofilm derzeit äußerst erfolgreich in amerikanischen Lichtspielhäusern läuft, machen sich die Manager des Unternehmens bereits über den nächsten Trend Gedanken: den 3D-Druck. Gegenüber der Financial Times stellte Legos Marketingchef Mads Nipper die Frage, ob der 3D-Druck eine Chance für das Unternehmen sei oder eine Gefahr. Laut John Goodwin, dem CFO des Konzerns, ist der 3D-Druck für die massenhafte Produktion der 2.000 Legosteine, die das Unternehmen pro Sekunde herstellt, keine Option. Dennoch sei das Unternehmen dabei, die Entwicklungen auf diesem Sektor genau zu verfolgen und nach potenziellen Gelegenheiten für den Einstieg in den 3D-Drucker-Markt zu suchen.

Lego: Gedruckte Bausteine dürften noch auf sich warten lassen

Das der Konzern nichts überstürzt ist verständlich. Während die Konkurrenz zunehmend Probleme bekommt, ist Lego zum größten Spielzeughersteller der Welt im Bezug auf den Gewinn aufgestiegen. Dennoch hält Nipper die Möglichkeit eigene Legosteine zu drucken für eine spannende Möglichkeit. Das Lego bereit ist, seinen Kunden das zu bieten, was sie sich wünschen, hat das Unternehmen bereits mit seiner Lego-CUUSOO-Webseite bewiesen. Auf der Plattform können Nutzer selbstentworfene Sets hochladen. Andere Nutzer können den Sets ihre Stimme geben, und wenn mehr als 100.000 Stimmen zusammenkommen, überlegt das Unternehmen, ob sie das Set auf den Markt bringen soll. So entstanden beispielsweise Sets zu Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ oder „Ghostbusters“, die später tatsächlich in den Handel kamen.

Auch wenn offizielle 3D-Drucker zum Ausdrucken eigener Legosteine noch eine Weile Zukunftsmusik bleiben werden ist klar, dass Lego den Trend nicht verschlafen wird. Gerade die digitale Strategie des Spielzeugherstellers ist ein Paradebeispiel für ein Unternehmen, das bereit ist, sich einem wandelnden Markt anzupassen, ohne dabei ihr Kerngeschäft zu vernachlässigen. Wir dürfen also gespannt sein, wie Lego dem Trend zum 3D-Drucker begegnen wird.

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4 Reaktionen
filamentworld

Lego MUSS sich mit dem 3D Druck auseinander setzen, eine andere Wahl haben sie garnicht.
Ich halte es für naiv zu sagen dass die 3D Drucker noch nicht so weit sind. Natürlich kann man nicht im großen Stil Legosteine produzieren, aber für einzelne Teile sind die Voraussetzungen bereits gegeben.
Vermutlich wird Lego früher oder später eigene druckbare Elemente zur Verfügung stellen und gewisse Sets als Download anbieten...

Thomas D.

Das Thema "Gefahr" gekonnt ausgeklammert. Wenn ich mich als Privat-Nutzer an den 3D-Druck wagen würde würde, dann sind es simple Plastik-Bauteile, wo ich ein fertiges Modell zig-mal in verschiedenen Farben drucken lassen könnte.

Die komplexeren Teile kriegt vielleicht kein Anfänger modelliert, aber am Napster des 3D-Drucks wird ja schon gearbeitet und wenn die Grundformen mal vorhanden sind, sind die Variationen wahrscheinlich gar nicht mehr so schwierig.

dave

Also insgesamt ist man nach dem Lesen des Artikels auch nicht schlauer...

P.S. es sind nur 10.000 Stimmen und das Ghostbusters Set wurde angekündigt, auf dem Markt ist es noch nicht.

dieMelanie

Ich vermisse dabei einen Hinweis auf das Free Universal Construction Kit, was 3D-Druck-Vorlagen liefert, mit denen man Lego und Fischertechnik verbinden kann!

http://fffff.at/free-universal-construction-kit/

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