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Leichte Beute am Cyber Monday – Verbraucher im Kaufrausch

Gerade wenn der Preis zu gut ist, um wahr zu sein, solltest du einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten. (Bild: Shutterstock)

Gerade an den wilden Tagen im Weihnachtsgeschäft – beispielsweise heute beim Cyber Monday – setzt bei vielen Verbrauchern der gesunde Menschenverstand aus. Warum Kunden hier mit erlernten Verhaltensweisen brechen.

Immer noch billiger und noch spektakulärer. Am Black Friday, am Cyber Monday oder auch im gesamten Weihnachtsgeschäft lassen offenbar viele Kunden die sonst üblichen Sicherheitsvorkehrungen sausen. So meldet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) dieser Tage ein erhöhtes Aufkommen an Phishing-Mails und sonstigen Betrugsversuchen. Auch andere IT-Sicherheitsexperten registrieren mehr Betrugsversuche als sonst. Das BSI weist auf die zusätzliche Sicherheit hin, die durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung entsteht. Dabei geht ein solcher Hinweis eigentlich am Kern des Problems vorbei.

Viele Kunden agieren am Cyber Monday weniger überlegt

Denn der Grund für den Leichtsinn vieler Verbraucher ist relativ einfach: Normalerweise gelten andere Gesetze im Handel als an diesen Tagen. Entscheidungen um Sonderangebote werden schneller und weniger überlegt getroffen, die Preise sind noch aggressiver und selbst der Hinweis, dass Preise, die zu günstig sind, oft mit Betrugsmaschen verbunden sind, verhallt ungehört. Wichtig ist es dabei umso mehr, auf Shops zu setzen, die Logos wie Trusted Shop einsetzen (und natürlich per Klick auf das Logo auch zu überprüfen, ob der Shop wirklich echt ist). Vernünftig ist es auch, sich von herunterzählenden Timern und ähnlichen Elementen, die auf Eile drängen, nicht verwirren zu lassen.

Bei Onlineshops, bei denen du noch nie eingekauft hast, kann auch ein Blick ins Impressum nichts schaden. Denn insbesondere im Umfeld teurer Marken sind Fake-Shops, die mit Ware werben, die es gar nicht gibt, immer noch an der Tagesordnung. Die Hersteller selbst tun sich hier ebenso schwer wie die Kunden, die durch solche Fake-Shops geprellt wurden. Darüber hinaus ist es vernünftig, sich mit einer kurzen Google-Recherche über Erfahrungen anderer Kunden zu informieren. Taucht hier reihenweise Kritik auf, ist Vorsicht geboten. Ein Problem, das in dieselbe Richtung geht, ist Produktpiraterie. Gerade bei großen Portalen aus dem asiatischen Raum werden No-Name-Produkte frech mit dem Namen einer großen Marke versehen – was der Kunde bekommt, ist oftmals nachgemachter Ramsch, der schon dem weniger erfahrenen Kunden als solcher deutlich wird. Für die Hersteller ist das ein großes Ärgernis, weil schlechte Bewertungen bei großen Bewertungsportalen oftmals nicht die Originalware bewerten, sondern solche Nachbauten.

Nicht zuletzt sollten Kunden auf die Zahlungsmethoden achten, die hierbei angeboten werden. Bietet ein Händler nur Vorkasse-Bezahlung, ist Vorsicht geboten. Gerade in Kombination mit schlechter Erreichbarkeit (Kundenservice nur per Dialogformular oder E-Mail) ist der Ärger vorprogrammiert, wenn du als Kunde Ware umtauschen willst. Besondere Vorsicht ist bei E-Mail-Werbung geboten. Oft wird diese über Dritte verschickt und erfolgt gar nicht im Auftrag des Unternehmens selbst.

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