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Edle Business-Flunder: Lenovo Thinkpad X1 Carbon ausprobiert

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Leistung, Anschlüsse und Akku des Lenovo Thinkpad X1 Carbon

Lenovo verbaut in seinem neuen X1-Carbon Intels neueste Prozessor-Generation Kaby Lake Refresh optional als Core-i5- oder Core-i7-Ausführung. Das uns vorliegende Modell besitzt einen Core-i7-Chip mit acht Gigabyte RAM, der auch bei etwas aufwändigeren Aufgaben nicht in die Knie geht. Der Lüfter mit seiner großen Öffnung auf der rechten Gehäuseseite meldet sich nur selten zu Wort, ist dann aber durchaus zu vernehmen.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon Notebook (6. Gen.). (Foto: t3n.de)

Für Videoschnitt oder rechenintensives Gaming ist der Rechner unter anderem auch wegen seines Intel-Grafikchips weniger geeignet. Wer mit dem Carbon aktuelle Games zocken will, sollte sich eine externe Grafikeinheit zulegen, die per Thunderbolt-3-Port verbunden werden kann.

Mit Anschlüssen hat Lenovo im Unterschied zu Dell bei seinem XPS 13 (9370) nicht geknausert. Entsprechend befinden sich wie beim Vorgänger zwei USB-3.0- und zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse mit USB-C und ein HDMI-Anschluss. Per USB-C- oder HDMI-Anschluss könnt ihr unter anderem externe Displays verbinden.

Auch an einen Micro-SD-Kartenleser hat Lenovo gedacht, in den je nach Ausführung auch eine SIM-Karte eingesteckt werden kann. Der Kartenschlitten befindet sich nicht an der Gehäuseseite, sondern hinten und lässt sich wie bei einem Smartphone mit einem Dorn öffnen. Für das regelmäßige Entfernen der Karten ist diese Vorrichtung nicht gedacht.

Der seitliche Lüfter des Lenovo X1 Carbon Notebook (6. Gen.). (Foto: t3n.de)

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Für den Arbeitsplatz im Büro verfügt das X1 Carbon über einen Docking-Anschluss auf der linken Gehäuseseite, mit dem die beiden dort befindlichen USB-C-Anschlüsse als Aufnahme für ein Dock genutzt werden können.

An die bis zu 15 Stunden, die das X1 Carbon Notebook mit seinem 57-Wattstunden-Akku an Laufzeit bieten soll, kamen wir zumeist nicht heran. Bei mäßiger Nutzung sind aber bis zu zwölf Stunden durchaus erreichbar. Bei intensiver Nutzung mit Mail, Slack, viel Surfen/Recherche und Office kann der Rechner auch in weniger als zehn Stunden die Steckdose vertragen. Falls die Batterie wieder geladen werden muss, ist sie dank Lenovos Schnellladetechnologie per USB-C-Anschluss auch wieder rasch betankt: Innerhalb von etwa einer Stunde ist der Akku fast vollständig geladen.

Software-seitig ist auf unserem x1-Carbon-Testgerät Windows 10 Pro nahezu ohne Zusatzsoftware vorinstalliert – lediglich Lenovos Vantage-Anwendung stellt eine Ausnahme dar. Mit dieser  könnt ihr Hardware-Scans sowie Leistungsoptimierungen mittels einiger voreingestellter Modi durchführen und  die Datenschutz- respektive Auflösungs-Einstellungen der Webcam vornehmen. Ebenso könnt ihr darin auch die Display-Helligkeit regeln. Außerdem werden über die Anwendung herstellerseitige Updates verwaltet.

Fazit zum Thinkpad X1 Carbon: Teures, edles Business-Notebook

Lenovo Thinkpad X1 Carbon Notebook (6. Gen.). (Foto: t3n.de)

Lenovo liefert mit dem Thinkpad X1 Carbon ein edles, schnelles und alltagstaugliches Notebook, mit dem es Spaß macht, seine täglichen Aufgaben zu erledigen. Es ist zwar nicht für den Gaming-Einsatz gemacht, das dürfte die Zielgruppe indes kaum interessieren. Denn schließlich zielt der Hersteller mit seinem Gerät auf Business-User mit dem Anspruch, ein leichtes und dennoch hochwertig verarbeitetes Notebook aus Premium-Materialien zu besitzen, ab.

Abgesehen von der äußeren Schale verzichtet Lenovo nicht darauf, das bewährte, sehr gute Keyboard zu verbauen, in dem der markante Trackpoint steckt. Dass Lenovo seinem Thinkpad X1 Carbon außer den beiden Thunderbolt-3-Ports mit USB-C auch zwei Legacy-Anschlüsse und einen HDMI-Port verbaut hat dürfte den einen oder anderen erfreuen, der noch nicht vollends auf USB C setzen will.

Bei der Konfiguration des neuen Thinkpad X1 Carbon hat der potenzielle Käufer es indes nicht leicht mit den derzeit angebotenen drei Optionen: Wenn ihr etwa eine Infrarot-Kamera für Windows-Hello haben wollt, müsst ihr auf die neue Webcam-Abdeckung Thinkshutter verzichten, die IR-Kamera ist ferner nicht mit dem WQHD-Display mit 500 nits und Dolby Vision erhältlich. Ein Touchpanel gibt es nur in Full-HD-Auflösung. Die Auswahl des „richtigen“ Modells gleicht einem Glücksspiel, bei dem der Kaufpreis von Feature zu Feature so schnell in die Höhe steigt wie bei einem Macbook Pro. Aber wer einen edlen Klassiker mit aktueller Ausstattung will, muss auch etwas tiefer in die Tasche greifen.

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