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Lernen mit Youtube – die Popularität von How-tos bietet eine Chance für viele Marken

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Ein gutes Beispiel für populäre How-tos ist die Anleitung, um einen Kuchen à la „Die Eiskönigin“ zu machen. Bäckerin, Schauspielerin und Youtuberin Rosanna Pansino zeigt dies in ihrem Video, das bis heute mehr als 182 Millionen Views erhielt. Damit wurden sicherlich mehr Leute auf ihre eigenen Produkte und Leistungen sowie sie selbst als Marke aufmerksam.

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Ein anderes Beispiel, wie Marken mit Life-Hacks auf sich aufmerksam machen können, liefert Play Doh. Über 110 Millionen Views seit Ende Mai sprechen für sich.

In vielen Studien kommt immer wieder der Wunsch der Nutzer zum Ausdruck, dass sie von Marken mehr informative Inhalte erwarten. Youtube bietet die Gelegenheit, sich nicht nur als Advertiser im Bewegtbildumfeld, sondern auch als informativer Hilfesteller zu positionieren. Auch Hitchons Sarah Kübler, Expertin für Youtube, erklärte uns jüngst im Interview, dass mit Branded Channels dank Youtube-SEO eine langfristig wirksame Strategie für Marken initiiert werden kann, da Videos über lange Zeiträume Zuspruch finden.

Sich bei Youtube vertrauensvoll darzustellen, ist zentral

Ein weiterer Aspekt, warum Marken bei Youtube mit informativen Inhalten punkten können, ist der große Anteil an fragwürdigem Content auf der Plattform. Insgesamt 63 Prozent der US-Nutzer sehen mindestens manchmal Videos, die eindeutig Unwahrheiten verbreiten oder als Fake Content eingestuft werden können. Für 61 Prozent gilt, dass sie in gleicher Frequenz Clips sehen, die Menschen in gefährlichen Situationen oder einer Bedrängnis zeigen. Und immerhin 43 Prozent erkennen mitunter Videos, die erniedrigend oder ausfällig Anderen gegenüber sind.

In diesem Kontext können Marken auf ihren Namen und ihre Integrität bauen – die sich durch andere Social-Auftritte und die eigene Website unterstützen lässt –, um als seriöse Quelle wahrgenommen zu werden. Als solche ist die Unterbreitung von nützlichen Life-Hacks oder Anleitungen ein willkommener Inhalt für die Viewer, potenziell Millionen davon. Dabei lässt sich der USP der Marke natürlich auch, am besten aber subtil, in die Beiträge einbauen. Die richtige Balance zwischen How-to, Storytelling, Insights und Promotion von Produkten stärkt den Marketing-Mix, der über Video distribuiert wird. Und Video ist das Format, über das grundsätzlich alle User, insbesondere aber die kommenden Generationen, Eindrücke sammeln werden.

Youtube beginnt schon im jungen Alter

Zumindest in den USA, aber auch hierzulande und global betrachtet, sind schon sehr viele Kinder bei Youtube unterwegs. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Version Youtube Kids bis zu einem gewissen Alter für die Kinder am sinnvollsten ist, da hier keine Werbung, die im Zweifel verstörend für die jungen Viewer sein kann, gezeigt wird.

Doch die Studie des Pew Research Centers zeigt auch, dass in den USA 81 Prozent aller Eltern mit Kindern im Alter von elf Jahren oder weniger ihre Kinder Youtube sehen lassen. Dabei zeigt sich das gerade genannte Problem. 61 Prozent sagen, dass ihre Kinder bereits Inhalte wahrgenommen haben, die nicht für sie geeignet waren.

Diese Entwicklung zeigt einerseits, dass die Erziehungsberechtigten Kinder auch medial aufklären und auf die Nutzung der populären Portale einstimmen müssen. Dabei können auch Adblocker oder entsprechende Addons und Einstellungen bei den Plattformen selbst genutzt werden.

Die starke Verbindung der jungen Menschen zu Youtube bedeutet aber auch, dass Marken die Konsumenten der Zukunft dort erreichen können. Und gerade diese lernen sehr viele Dinge zum ersten Mal – in Zukunft wohl noch häufiger über Youtube. Deshalb ist mit informativen Inhalten und How-tos, vielleicht sogar über Branded Channels, ein Zugang zu den Viewern geschaffen. Definiert sein muss er jedoch durch Seriosität, Kreativität und eine gewisse Abkehr von der Zentrierung der Marke und Hinwendung zu Alltagsthemen der User. Wer Dinge gut erklärt oder darstellt, die die meisten Menschen umtreiben, dessen Video wird womöglich weiterempfohlen und die Marke bleibt im Gedächtnis. Wenn dann von dieser noch ein Produkt oder eine Leistung angeboten wird, die bei diesen Alltagsproblemen Abhilfe schaffen kann, für einen Lernprozess hilfreich oder vielleicht einfach im Trend ist, umso besser.

Youtube funktioniert also als eine Art Lehranstalt; und die Marken können die Inhalte mitbestimmen, kommende Kunden früh identifizieren, an sich binden und dabei noch die Wissbegierde und Lernfreude der User bedienen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Onlinemarketing.de.

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