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Lesara: 30 Millionen für den Online-Modediscounter aus Deutschland

Die Lesara-Gründer. (Foto: Lesara)

Das E-Commerce-Startup Lesara hat weitere 30 Millionen Euro von Investoren eingenommen. Das Geld soll in das Wachstum des Modediscounters fließen.

Vor nicht einmal einem Jahr hat Lesara rund 30 Millionen Euro im Rahmen einer Serie-C-Finanzierungsrunde erhalten. Jetzt legt das E-Commerce-Startup nach und hat sich weitere 30 Millionen Euro von Investoren gesichert. Das erklärt Firmengründer Roman Kirsch gegenüber dem Handelsblatt. Neben bestehenden Investoren wie Northzone, Vorwerk Ventures und Mangrove Capital Partners ist diesmal auch der US-Investor 3L Capital bei Lesara eingestiegen. Insgesamt sind mittlerweile 90 Millionen Euro in den Online-Modediscounter geflossen.

Das Geld soll in das weitere Wachstum der Firma investiert werden. Im August 2018 wird Lesara ein erstes eigenes Distributionszentrum in Erfurt in Betrieb nehmen. Das hat 45 Millionen Euro gekostet. Noch 2018 soll Lesara in ein weiteres Land expandieren. Das Unternehmen bedient dann insgesamt 25 Märkte. Gewinn scheint vorerst allerdings weniger wichtig. 2016 belief sich der Verlust auf 14 Millionen Euro. Neuere Zahlen gibt es allerdings nicht.

Lesara: Das Geschäftsmodell des Online-Modediscounters

Lesara wurde 2013 gegründet und will sich von der Konkurrenz vor allem dadurch absetzen, möglichst schnell auf aktuelle Modetrends reagieren zu können. Durch direkte Zusammenarbeit mit chinesischen Zulieferern sollen Modeartikel innerhalb von nur zehn Tagen nach Auftrag gefertigt werden können. Ob das wirklich immer so gehandhabt wird, darf allerdings bezweifelt werden. 2015 führte der Branchendienst E-Tailment einige Stichproben durch und kam zu dem Schluss, dass zumindest einige der auf Lesara verkauften Produkte nicht exklusiv für den Modediscounter erstellt wurden und teilweise sogar billiger über den chinesischen Online-Marktplatz Ali-Express zu haben waren.

Anfang 2018 musste Lesara-Chef Kirsch einräumen, dass sein Unternehmen die Umsatzzahlen gegenüber der Öffentlichkeit deutlich höher angegeben hat als gegenüber den Investoren. Lesara hatte die Umsätze vor Retouren und Mehrwertsteuer angegeben. Lesara-Gründer Kirsch hatte mit Anfang 20 das E-Commerce-Startup Casacanda gegründet und nach einem halben Jahr für einen Millionenbetrag veräußert. Forbes setzt den Unternehmer 2016 auf ihre Liste „30 unter 30 Europa“.

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