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Lesara: Verkauf des Pleite-Händlers scheitert in letzter Minute

Lesara-Gründer Roman Kirsch. (Foto: Lesara)

Die Verhandlungen über den Verkauf des insolventen Online-Händlers Lesara sind Medienberichten zufolge in letzter Minute gescheitert. Jetzt soll der Abverkauf des Lagerbestands starten.

Lesara galt als große Startup-Hoffnung und war eines der bekanntesten Mitglieder der Gründerszene Berlins. Deshalb kam es einigermaßen überraschend, als der Online-Händler im November Insolvenz anmelden musste. Firmenvertreter und Insolvenzverwalter zeigten sich in den vergangenen Wochen zuversichtlich, das Aus abwenden zu können. Jetzt scheint die Investorensuche aber gescheitert zu sein, wie die Wirtschaftswoche berichtet.

Lesara: Nach geplatztem Deal keine weiteren Interessenten

In letzter Minute seien Verhandlungen des Insolvenzverwalters Christian Graf Brockdorff mit einem strategischen Investor über einen Verkauf des insolventen Mode- und Lifestyle-Shops gescheitert, heißt es. Der Investor sei überraschend abgesprungen, die angeblich für Freitag geplante Übernahme in der Nacht zuvor geplatzt, schreibt die Branchenseite Gründerszene. Laut Brockdorff gibt es derzeit keine weiteren ernsthaften Interessenten für die Übernahme von Lesara.

Ein Lesara-Sprecher erklärte gegenüber Gründerszene, dass „alle Zeichen auf Abwicklung“ stünden, sollte kein neuer Investor gefunden werden. Zunächst soll in den kommenden Tagen die Übernahme des Logistikzentrums in Erfurt über die Bühne gebracht werden. Dafür gebe es mehrere Interessenten. Zudem sei jetzt ein Abverkauf des Lagerbestandes geplant, für den 50 der verbliebenen 70 Mitarbeiter benötigt würden.

Die übrigen Lesara-Mitarbeiter sollen freigestellt werden. Ohnehin hatten alle Mitarbeiter der Lesara AG schon in der vergangenen Woche vorsorglich die Kündigung erhalten. Dem Manager-Magazin zufolge hätte der jetzt gescheiterte Investoren-Deal vorgesehen, dass die Beschäftigten im Rahmen einer sogenannten Geschäftsbesorgung für den neuen Eigentümer tätig sein sollten.

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